6534/J XX.GP
des Abgeordneten Wabl, Freundinnen und Freunde
an den Bundeskanzler
betreffend
Verkauf von Waffen aus ehemaligen NS - Beständen mit NS - Insignien durch den
Verteidigungsminister Fasslabend - Verdacht auf Verletzung des
Abzeichengesetzes und Verdacht auf Verletzung des Kriegsmaterialgesetzes § 5
1. Minister Fasslabend meinte im Verteidigungsausschuß am 30. Juni 1999,
daß die Waffen an einen Kärntner Waffenhändler verkauft wurden und ihn
alles andere nichts mehr angehe.
2. Die Aussprache im Ausschuß wurde verweigert.
Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgende
ANFRAGE:
1. Was werden Sie dagegen unternehmen, daß Minister Fasslabend nach Au -
schwitz Waffen mit NS - Insignien im Bundesheer gelagert und deren Weiterver -
kauf eingeleitet hat, wodurch der Vorrat von NS - Originalwaffen bei solchen in -
ternationalen Waffenhändlern wie Interordnance of America LP wieder ergänzt
werden und damit bei dubiosen Gruppen landen kann ?
2. Wie beurteilen Sie die innen- und außenpolitischen Auswirkungen dieses
Waffenhandels des Bundesministeriums für Landesverteidigung?