6544/J XX.GP

 

ANFRAGE

 

der Abgeordneten Dr. Elisabeth Hlavac,

Genossinnen und Genossen

an den Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie

betreffend die finanzielle Beteiligung Österreichs am ECCE - Projekt der Europäischen

Kommission

 

 

Das Institut für Erziehungswissenschaften der Universität Salzburg beteiligt sich seit 1993 an

einer Längsschnittstudie zur Erziehung und Betreuung von Kindern ab Eintritt in den

Kindergarten bis zur zweiten Volksschulklasse. Dieses ECCE - Projekt (European Child Care

and Education Study) wurde bis 1995 aus Mitteln der Sozio - Ökonomischen

Schwerpunktforschung (TSER) der Europäischen Kommission gefördert, zuletzt allerdings

mit erheblichen Kürzungen (fast 70 % des Finanzierungsantrags), da nach Auffassung der

Europäischen Kommission auch die an dieser Studie beteiligten EU - Mitgliedsstaaten

finanziell beitragen sollen.

 

Am 28. Oktober 1998 wurde vom Salzburger Institut beim Bundesministerium für Umwelt,

Jugend und Familie ein entsprechendes Ansuchen eingereicht, das bis dato - nach mehr als

sechs Monaten - unbeantwortet blieb.

 

Ohne österreichische Kofinanzierung kann aber das Institut nur mit Abstrichen seinen

Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Kommission nachkommen und insbesondere -

im Gegensatz zu Deutschland, Portugal und Spanien, die bereits nationale Unterstützungen

erhielten - keine spezifischen österreichischen Auswertungen, Publikationen, Präsentationen

etc. durchführen.

 

Die unterzeichneten Abgeordneten richten daher an den Bundesminister für Umwelt, Jugend

und Familie nachstehende

Anfrage:

 

1.             Wann gedenken Sie, das Ansuchen des Instituts für Erziehungswissenschaften der

                Universität Salzburg zu beantworten?

 

2.             Wird es seitens Ihres Ressorts eine Subvention für diese Studie geben?

 

2.a.          Falls ja, mit Subventionen in welcher Höhe wird das Institut für Erziehungs -

                wissenschaften der Universität Salzburg bis zu welchem Zeitpunkt rechnen können?

 

2.b.         Falls nein, warum nicht?