6592/J XX.GP
der Abgeordneten G.Moser, Freundinnen und Freunde
an den Bundesminister für Umwelt, Jugend und Familie
betreffend Waldschäden
In vielerlei Hinsicht ist der Wald von zentraler Bedeutung für die Bevölkerung.
Daher muß verstärktes Augenmaß auf die Funktionsfähigkeit dieses Ökosystems
gelegt werden.
Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgende
ANFRAGE:
1. Wodurch unterscheidet sich der Waldzustand in Oberösterreich von dem
anderer Bundesländer (Wildverbiß und Schadstoffeintrag)?
2. Der fünfte Umweltkontrollbericht (UKB) sieht eine eminente Bedrohung der
Schutzwälder durch den starken Wildverbiß. Welches Maßnahmenbündel
wollen Sie dagegen ergreifen?
3. Auf welche Weise gedenken Sie die Durchsetzung der Jagdinteressen auf ein
ökologisch und ökonomisch verträgliches Ausmaß einzuschränken?
4. Wie gedenken Sie dem mangelnden und unterschiedlichen Problembewußtsein
der Bezirks - und Landesbehörden hinsichtlich der Jagdproblematik
entgegenzuwirken?
5. Durch welche Maßnahmen werden Sie auf die Bundesländer einwirken, damit
die jeweiligen Jagd - und Forstgesetze im vollen Umfang für die
Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Wald und Wild angewendet
und die Vollziehungsdefizite vermindert werden?
6. Wie schneidet Oberösterreich in einem bundesweiten Vergleich bei der
Vollziehung der Maßnahmen
gegen Wildverbiß ab?
7. Auf welche Weise gedenken Sie die Förderung von
Waldbewirtschaftungsmaßnahmen, die zur Erhaltung und Erhöhung der
biologischen Vielfalt beitragen, voranzutreiben?
8. In welchem Ausmaß erscheint Ihnen der Ausbau eines Netzes
unbewirtschafteter Waldflächen als Raum für natürliche Waldgesellschaften
erstrebenswert? Wenn nicht, warum nicht?
9. Die erhöhte Ozonexposition des Waldes kann zu neuartigen
Walderkrankungen führen? Gibt es diesbezüglich bereits Daten und welche
Maßnahmen gedenken Sie dagegen zu ergreifen?