6605/J XX.GP

 

ANFRAGE

 

 

der Abgeordneten G. Moser, Freundinnen und Freunde

 

an die Bundesministerin für Arbeit, Gesundheit & Soziales

 

betreffend Donaufische

 

 

Seit Sommer 1998 ist in Bayern bekannt, daß in der Donau ab dem Bereich Ingolstadt

schwere Kontaminationen mit Hexachlorbenzol vorliegen. Entsprechende Messungen liegen

seit diesem Zeitpunkt vor. Im Jänner 1999 wurde auch der Verursacher festgestellt und die

Einleitungen unterbunden. Seit 21. Mai 1999 ist aus diesem Grunde die „Veräußerung von

Friedfischen“ wie Aal, Brachse, Nase, Barbe, Rotauge und Aitel) in Niederbayern

untersagt. Jenseits der Grenze an der Donau in Oberösterreich ist jedoch monatelang nichts

geschehen.

 

 

Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher folgende

 

 

ANFRAGE:

 

 

1.   Wann wurden Sie von wem und mit welchem konkreten Inhalt über die

      Donaukontamination in Niederbayern informiert?

 

2.   An wen haben Sie wann mit welchem konkreten Inhalt die entsprechenden Informationen

     weitergegeben?

 

3.   Wurden von Ihnen auch die oö. Behörden informiert? Wenn ja, wann, wer und mit

      welchem konkreten Wortlaut (im Fall eines Schriftverkehrs)?

 

4.   Welche konkreten Konsequenzen wurden von Ihnen aus den Informationen gezogen?

      Welche konkreten Aktivitäten und Handlungen wurden zu welchem konkreten Zeitpunkt

      entwickelt?

 

5.   Seit wann sind Sie vom oben angeführten Veräußerungsverbot von Donaufischen in

     Niederbayern informiert? Welche konkreten Konsequenzen wurden wann und von wem

     aus dieser Information gezogen?

6.   Wann wurden seitens Ihres Ressorts entsprechende Messungen - Donauwasser und

      Donaufische - in Auftrag gegeben? Warum so spät? Welche konkreten Ergebnisse liegen

      Ihnen vor?

 

7.   Wann wurden die oö. Landesbehörden von den Ergebnissen informiert?

 

8.   Welche Konsequenzen wurden aus den Ergebnissen gezogen?

 

9.   Welche Konsequenzen werden von Ihrem Ressort aus der Tatsache gezogen, daß fast ein

      Jahr lang nach Vorliegen einer schweren Kontamination der Donau keine effizienten

      Aktivitäten der österreichischen Behörden gesetzt wurden?

 

10. Welchen konkreten Kontakt hatte Ihr Ressort in diesem Jahr seit Vorliegen der

      Meßergebnisse über die Donau - Kontamination mit den oö. Landesbehörden?