2004/AB XXI.GP
Eingelangt am: 26.04.2001
BM für Land - und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
Auf die schriftliche Anfrage der Abgeordneten Pirklhuber, Freundinnen und Freunde vom
27. Februar 2001, Nr. 1989/J, betreffend spezieller Maßnahmen der österreichischen
Bundesforste AG (ÖBf) im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeiten im Sinne des
Bundesforstegesetzes, beehre ich mich nach Befassung der ÖBf AG Folgendes mitzuteilen:
Zu den Fragen 1 und 2:
Der öBf - Hiebssatz/Einschlag betrug (in 1.000 fm)
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1995 |
1996 |
1997 |
1998 |
1999 |
2000 |
1995 - 2000 |
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Wien, NÖ, Bgld. |
411 |
413 |
413 |
394 |
378 |
352 |
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Oberösterreich |
591 |
592 |
588 |
530 |
531 |
535 |
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Steiermark |
273 |
273 |
277 |
277 |
277 |
277 |
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Salzburg |
523 |
524 |
524 |
522 |
518 |
507 |
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Tirol, Vorarlberg |
244 |
238 |
236 |
238 |
239 |
239 |
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Kärnten |
65 |
81 |
81 |
80 |
79 |
79 |
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HS - ÖBf gesamt |
2.107 |
2.120 |
2.118 |
2.041 |
2.021 |
1.989 |
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Einschlag ÖBf gesamt |
2.046 |
2.252 |
2.408 |
1.956 |
1.883 |
1.692 |
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Wie der Tabelle zu entnehmen ist, liegt der Hiebssatz lediglich in den Jahren 1996 und 1997
höher, wobei die Bilanz der letzten sechs Jahre aber insgesamt einen Mindereinschlag von
159.000 fm ausweist. Selbstverständlich werden Überschreitungen der nach dem
Nachhaltigkeitsgrundsatz festgelegten Hiebssätze in einem mehrjährigen Zeitraum wieder
ausgeglichen. Dies zeigt auch die vorstehende Tabelle.
Zu Frage 3:
Die ÖBf AG führt jährlich auf rund 10 % ihrer Waldfläche eine Erhebung des Vorrats und des
Zuwachses durch und arbeiten gemeinsam mit dem örtlich zuständigen Forstorganen eine
Holzernteplanung für das kommende Dezennium aus. Dabei wird nach waldbaulichen und
forsteinrichtungstechnischen Gesichtspunkten der Hiebsatz ermittelt. In den vergangenen
Jahrzehnten wurde überaltes Holz abgebaut. Es ist daher damit zu rechnen, dass der
Hiebssatz mittelfristig zwar etwas abgesenkt wird, aber nicht in dem angeführten Ausmaß.
Bis zum Jahr 2010 könnte sich der Hiebssatz um rund 5 % vermindern.
Zu den Fragen 4 und 5:
Die ÖBf AG hat in Oberösterreich insgesamt 57 Schottergruben, davon werden 42 oft sehr
kleine Gruben für den Eigenbedarf genutzt, 15 Gruben sind verpachtet. Das Abbaupotential
dieser Gruben liegt insgesamt bei etwas über 9 Millionen Kubikmeter und repräsentiert einen
Wert von rund 166 Millionen ATS.
Es wird um Verständnis ersucht, dass nähere Angaben über Pachtverhältnisse aus Gründen
des Datenschutzes (einzelbetriebliche Daten) nicht gemacht werden können. Ein Verkauf
von Gruben ist derzeit nicht vorgesehen.
Zu Frage 6:
Ein Verkauf des Gebäudes in Wien 3, Marxergasse 2, ist von der ÖBf AG derzeit nicht
vorgesehen.
Zu Frage 7:
In die forstwirtschaftliche Planung fließen systemimmanent auch ökologische Aspekte ein.
Den dem Nachhaltigkeitsprinzip folgenden forstgesetzlichen Auflagen unterliegt jeder
Eigentümer, ebenso wie solchen des Jagd - und Naturschutzrechts. Auch Schutzwaldprojekte
der Wildbach - und Lawinenverbauung, die auf Bundesforsteflächen laufen, wären bei einem
Eigentümerwechsel nicht gefährdet, da eingegangene, flächenbezogene Verpflichtungen
übertragen würden. Derzeit ist ein Verkauf von Waldflächen am Schoberstein vorgesehen,
wobei hervorzuheben ist, dass ökologisch vergleichbare Flächen auch jetzt in
überwiegendem Ausmaß in Privateigentum stehen. Von dem Gegenstand der öffentlichen
Diskussion gewesenen Vorkaufsvorhaben am Sonnstein, Wimmersberg und Brentenkogel
haben die Bundesforste inzwischen Abstand genommen.
Zu den Fragen 8 und 9:
Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Projekt der ÖBf AG. Die Aufwendungen für die
Verbesserung des Waldzustandes werden nicht gesondert verbucht, weshalb sie nach
Auskunft der ÖBf AG auch nicht gesondert dargestellt werden können. Durch Maßnahmen
zur Förderung und zum Schutz der Naturverjüngung und bei der Wildbewirtschaftung
konnten bereits schöne Erfolge erzielt werden. Dies ist auch durch angelegte
Kontrollzaunflächen, die wissenschaftlich betreut werden, nachzuweisen. Eine "Entwaldung"
findet nicht statt. Eine Überprüfung und allenfalls notwendige Aktualisierung der
waldbaulichen Planung wird auf einem Teil des Projektgebiets heuer planmäßig
durchgeführt. Ebenso wird an einer Adaptierung des regionalen Wildtier -
managementkonzepts gearbeitet.