1646/J XXI.GP

Eingelangt am:06.12.2000

 

Anfrage

 

der Abgeordneten, Zweytick, Fink und Staffaneller

an den Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit

betreffend der Leiterbesetzung des AMS - Leibnitz

 

Beim AMS - Leibnitz soll die Stelle des Leiters mit Günther Prutsch besetzt

werden. Angesichts der Fakten müssen wir in Bezug auf die Leiterbesetzung des

AMS - Leibnitz mit Günther Prutsch unsere Bedenken anmelden. Allein der Fall

„Mazuheli“ ist bezeichnend hinsichtlich der Vorgangsweise speziell was die

Beschlüsse des Beirats und persönliche Befindlichkeiten usw. anlangt.

Die Fa. Mazuheli GmbH. hat für die Neugründung des Unternehmens Standorte

in der Gemeinde Ratschendorf bzw. Deutsch Goritz in die nähere Auswahl

gezogen. Dem AMS - Mureck bot die Fa. Mazuheli bei einer Unterstützung, 17 -

22 Personen eine längerfristige Arbeitsstelle zu bieten. Der Geschäftsleiter des

AMS - Mureck Prutsch bot seine Unterstützung an. Lt. Beiratsbeschluß sollte der

Fa. Mazuheli GmbH. eine Förderung im Ausmaß von 6 Monaten in Höhe von

50 % gewährt werden. Bei Verhandlungen mit der Gemeinde Ratschendorf,

deren Vizebürgermeister Prutsch ist, machte Prutsch der Fa. Mazuheli klar, dass

diese Förderung nur zu Auszahlung käme, falls sich das Unternehmen für den

Standort Ratschendorf entscheiden würde. Die Standortentscheidung fiel aber

zugunsten der Gemeinde Deutsch Goritz aus.

Daraufhin teilte eine Mitarbeiterin des AMS - Mureck bei der Aufnahme der

Förderungsunterlagen mit, dass lt. Geschäftsleiter Prutsch nur mehr eine

Förderung für 4 Monate gewährt würde. Nach mehreren Interventionen hat

Prutsch dem Beirat mitgeteilt, dass einfach nicht mehr Geld vorhanden wäre.

Das Resultat war, dass die Fa. Mazuheli GmbH. seitens des AMS - Mureck für 3

Monate eine Förderung von 50 % gewährt bekam, und die Förderung für das 4.

Monat mündlich in Aussicht gestellt wurde, von dem jetzt keine Rede ist.

 

Mittlerweile landen fast wöchentlich neue Anschuldigungen von Unternehmen

und Personen gegen Prutsch schriftlich (großteils Raum Radkersburg) bei uns

ein.

 

Anscheinend werden auch Bürgermeister des Bezirkes Leibnitz informiert, diese

erwägen daher eine Pressekonferenz einzuberufen, um öffentlich ihren Unmut

und Bedenken zu äußern.

 

Die berechtigten Sorgen der Unternehmer sind uns ein großes Anliegen, daher

richten die unterzeichneten Abgeordneten an den Bundesminister für Wirtschaft

und Arbeit folgende

Anfrage:

 

1.  Kann ein Leiter einer AMS - Stelle die Gewährung von Beihilfen des AMS

     vom Standort eines Unternehmens abhängig machen?

 

      Wenn ja, warum?

      Wenn nein, warum nicht?

 

2.   Inwiefern kann ein Leiter einer AMS - Stelle die Höhe einer Beihilfe von

      einem zugesicherten Beiratsbeschluß in der Höhe von 50 % für die Dauer

      von 6 Monaten willkürlich auf einen niedrigeren Zeitraum von 3 Monaten

      reduzieren?

 

3.  Legitimiert die politische Tätigkeit als Vizebürgermeister und

     Landtagsabgeordneter, den Leiter einer AMS - Stelle, die Gewährung von

     Beihilfen an den Standort des Unternehmens zu binden?

 

     Wenn ja, warum?

     Wenn nein, warum nicht?

 

4.   Sind dem BM für Wirtschaft und Arbeit weitere Vorwürfe von Unternehmen

      bekannt, die Prutsch unkorrektes Verhalten bei der Gewährung von Beihilfen

     des AMS - Mureck vorwerfen?

 

      Wenn ja, welche?

 

5.   Welche Voraussetzungen sind notwendig, damit eine Person mit der

      Leiterstelle einer AMS - Geschäftsstelle betraut wird und erfüllt Günter

      Prutsch die Voraussetzungen für die Leiterstelle einer AMS - Geschäftsstelle?

 

6.   Wer ist für die Besetzung der Leiterstelle einer AMS - Geschäftsstelle

      zuständig und nach welchen Kriterien wird diese Leiterstelle besetzt.

 

7.   Ist Günther Prutsch aufgrund der vorliegenden Vorwürfe als Leiter des AMS -

      Leibnitz die geeignete Person?

 

      Wann ja, warum?

      Wenn nein, warum nicht?