3682/AB XXIII. GP

Eingelangt am 30.04.2008
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BM für Landesverteidigung

Anfragebeantwortung

 


Textfeld: 	Mag. Norbert DARABOS	1090 WIEN
	BUNDESMINISTER FÜR LANDESVERTEIDIGUNG	Roßauer Lände 1
		norbert.darabos@bmlv.gv.at
S91143/32-PMVD/2008                                                                                                                 30. April 2008

Frau
Präsidentin des Nationalrates

Parlament

1017 Wien

Die Abgeordneten zum Nationalrat Dr. Fichtenbauer, Kolleginnen und Kollegen haben am 3. März 2008 unter der Nr. 3676/J an mich eine schriftliche parlamentarische Anfrage betreffend "ungenügende Beantwortung der Anfrage 2973/J" gerichtet. Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:

Zu 1 und 3 bis 5:

Wie bereits in meinen Ausführungen in Beantwortung der parlamentarischen Anfrage Nr. 2973/J (2909/AB) angeführt, soll der VW-Touareg insbesondere im Inland im Rahmen der Ausbildung, Erkundung, Dienstaufsicht und bei Assistenzeinsätzen verwendet werden. Grundsätzlich werden für zivile Fahrzeuge des Österreichischen Bundesheeres keine militärischen Pflichtenhefte geführt, dessen ungeachtet sind auch für diese Fahrzeuge militärische Einsatzzwecke im Interesse der umfassenden Landesverteidigung (Art. 20 Abs. 3 B-VG) nicht geeignet, im Rahmen einer parlamen­tarischen Anfrage öffentlich erörtert zu werden.

Zu 2:

Das Österreichische Bundesheer verfügt über rund 3.300 handelsübliche Fahrzeuge.

Zu 6 und 10:

Der Großteil der im Österreichischen Bundesheer nicht mehr benötigten Munition wurde im eigenen Bereich durch Versprengen bzw. Verschuss zu Ausbildungszwecken oder zur Gewinnung von logistischen und technischen Informationen abverbraucht. Im Detail verweise ich auf nachstehende Übersicht:

Munition

Stück

Zweck

105mm Sprenggranate/lFH

16.350

Feldhaubitze M2

105mm Leuchtspurhohlladungsgranate

8.730

Feldhaubitze M2

105mm Leuchtgranate/lFH

6.041

Feldhaubitze M2

74mm Hohlladungsgranate/PAR 70

31.611

Panzerabwehrrohr

Brandhandgranate 94

56.730

Kampfmittel

HC-NebelTopf 81

17.500

Nebelmittel

HC-NebelTopf 75

2.390

Nebelmittel

HC-Nebelhandgranate 75

7.200

Nebelmittel

7,62mm Leuchtspurpatrone/G M1

381.834

Gewehrmunition

7,62mm 4S:1L-Patr/MG A4/geg

112.845

Maschinengewehrmunition

14,5mm Patr/ASG 57

26.583

Artillerieschießgerät

Zu 7:

Außerhalb des Österreichischen Bundesheeres wurden lediglich die Brandhandgranate 94, der HC-NbTopf81 und die HC-NBHGr75 vernichtet, wobei hiefür Kosten von rund 665.000 Euro anfielen.

Zu 8 und 9:

Die Beschaffung der in den letzten fünf Jahren vernichteten Munitionsarten fällt in einen Zeitraum der mehr als 20 Jahre zurückliegt und ist nicht oder nur mehr mit einem unver­hältnismäßig hohen Verwaltungsaufwand nachvollziehbar. Ich ersuche daher um Verständ­nis, dass ich von einer inhaltlichen Beantwortung Abstand nehme.


Zu 11:

Die Kosten beliefen sich auf rund 539.000 Euro.

Zu 12:

Die Entsorgung der Panzermine 88 wird im eigenen Bereich erfolgen. Kosten für die Entsorgung der Hauptladung können dabei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden.