4332/AB XXIII. GP

Eingelangt am 07.07.2008
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BM für Gesundheit Familie und Jugend

Anfragebeantwortung

Frau

Präsidentin des Nationalrates

Maga. Barbara Prammer

Parlament

1017 Wien

 

 

 

GZ: BMGFJ-11001/0087-I/A/3/2008

Wien, am   7   . Juli 2008

 

 

 

Sehr geehrte Frau Präsidentin!

 

Ich beantworte die an mich gerichtete schriftliche parlamentarische

Anfrage Nr. 4355/J der Abgeordneten Dr. Haimbuchner und weiterer Abgeordneter nach den mir vorliegenden Informationen wie folgt:

 

Frage 1:

Nein!

Die Bundes-Jugendorganisation "Aktion kritischer Schüler (aks)“ wurde daher durch mein Ressort zur Stellungnahme aufgefordert, die Beantwortung wird im Folgenden wiedergegeben:

 

„Mit dem Gedicht "Fragen lesender Frauen" das dem Punkt Große Frauen voransteht, wollte gesagt werden, dass es Ziel dieses Punktes ist zu zeigen, dass Geschichte nicht nur die Geschichte wohlhabender Männer ist.

Aus diesem Grund werden im Anschluss einige Frauen genannt, die z.B. in den Bereichen Kunst, Wissenschaft oder Politik von Bedeutung waren und sind. Auch die Geschichtsschreibung gehört kritisch hinterfragt und es sollte auch gleichzeitig gezeigt werden, dass es immer wieder Frauen gab, die nicht dem Rollenbild der passiven Hausfrau und Mutter entsprechen.

Dass aber keineswegs alle Menschen, die etwas erreichen, gutzuheißen sind, ist uns selbstverständlich bewusst, weshalb auch versucht wurde, die Texte unter diesem Punkt wertfrei zu halten. Über eine Person oder eine geschichtliche Epoche zu informieren, ist keineswegs gleichzusetzen mit Verherrlichung. Hier geht es darum, den Geschichteunterricht zu ergänzen - einen Unterricht, in dem es ständig um Männer wie Nero, Napoleon, Stalin oder Hitler geht - ohne, dass diese dadurch verherrlicht werden.

 

Wir entschlossen uns den Artikel  zu löschen um dieser Missverständlichkeit vorzubeugen. Die AKS distanziert sich von Terrorismus, wie auch unsere Satzungen betonen. Anstelle des Artikels ist nun folgender Text auf der Homepage zu finden und es geplant den Unterpunkt längerfristig zu löschen:

 

‚Mit dem Gedicht "Fragen lesender Frauen" das dem Punkt Große Frauen voransteht, wollte gesagt werden, dass es Ziel dieses Punktes ist zu zeigen, dass Geschichte nicht nur die Geschichte wohlhabender Männer ist.

Aus diesem Grund werden im Anschluss einige Frauen genannt, die z.B. in den Bereichen Kunst, Wissenschaft oder Politik von Bedeutung waren und sind. Auch die Geschichtsschreibung gehört kritisch hinterfragt und es sollte auch gleichzeitig gezeigt werden, dass es immer wieder Frauen gab, die nicht dem Rollenbild der passiven Hausfrau und Mutter entsprechen.

Dass aber keineswegs alle Menschen, die etwas erreichen, gutzuheißen sind, ist uns selbstverständlich bewusst, weshalb auch versucht wurde, die Texte unter diesem Punkt wertfrei zu halten. Über eine Person oder eine geschichtliche Epoche zu informieren, ist keineswegs gleichzusetzen mit Verherrlichung. Hier geht es darum, den Geschichteunterricht zu ergänzen - einen Unterricht, in dem es ständig um Männer wie Nero, Napoleon, Stalin oder Hitler geht - ohne, dass diese dadurch verherrlicht werden.

 

Nichts desto trotz, distanziert sich die AKS vom Terrorismus und stellt hiermit richtig Verbindung zwischen Großen Frauen und Vorbildern nicht gewollt ist/war. Um unseren Standpunkt in dieser Missverständlichkeit Nachdruck zu verleihen wurde der Artikel gelöscht.’"

 

Die Homepage der Bundes-Jugendorganisation "Aktion kritischer Schüler (aks)“ wurde sofort am 21. Mai 2008 auf den oben genannten Text abgeändert.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

Dr. Andrea Kdolsky

Bundesministerin