4679/J XXIII. GP
Eingelangt am 04.07.2008
Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind
möglich.
Anfrage
der Abgeordneten Mag. Johann Maier
und GenossInnen
an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
betreffend „Vollziehung Weingesetz - Zahlen und Fakten 2007"
Mit der AB 1216/XXIII.GP vom
30.08.2007 wurden die diesbezüglichen Fragen durch den
Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
beantwortet.
Aus systematischen Gründen werden ein
Teil dieser Fragen neuerlich gestellt, um die aktuellen
Zahlen für 2007 zu erhalten.
Die
unterzeichneten Abgeordneten richten daher an den Bundesminister für Land-
und
Forstwirtschaft,
Umwelt und Wasserwirtschaft nachstehende
Anfrage:
1. Wie viele Weinbaubetriebe gab es im Jahr 2007?
Wie viele Betriebe umfassen davon über
200 Hektar?
Wie viele zwischen 20 und 10 Hektar?
Wie
viele zwischen 3 und 10 Hektar?
Wie viele unter 3
Hektar?
2. Wie entwickelte sich die bepflanzte Rebfläche im Jahr 2007?
3.
Wie wirkt sich der landwirtschaftliche Strukturwandel im Jahr 2007 auf
die österreichische
Weinwirtschaft aus?
4.
Seit Jahren fließt im Rahmen der EU-Beihilfe für
Weingartenneupflanzungen im Zuge der
Umstellung und
Umstrukturierung von Weingärten zur Verbesserung der
Wettbewerbssituation des europäischen Weines viel öffentliches Geld
zu den
Weinbaubetrieben, welche Beträge
wurden im Jahr 2007 an wie viele Betriebe ausbezahlt?
5. Was wurde mit diesen Förderungen bewirkt?
6. Wie wurde die wirtschaftliche Effizienz dieser Fördergelder gemessen?
7. Welchen Nutzen ziehen der KonsumentInnen aus dem Einsatz dieser Steuergelder?
8.
Hat der Einsatz dieser Mittel die Qualität der
österreichischen Weine verbessert?
Wenn ja, in welcher
Weise?
9. Wie wurde die qualitative Effizienz dieser Fördergelder gemessen?
10.
Wie viele Hektar wurden 2007 mit Weißweinrebsorten neu bepflanzt
und wie viele Hektar
mit Rotweinrebsorten?
11.
Wie veränderte sich dadurch 2007 die Verteilung von
Weißweinrebfläche zu
Rotweinrebfläche
in Österreich?
12. Wie sah 2007 international die Preisentwicklung bei Wein aus?
13. Welche Auswirkungen hatte diese Entwicklung auf Österreich?
14.
Welche durchschnittlichen Preise erzielten die österreichischen
Winzer im Jahr 2007 für
Trauben bzw.
Fassweine?
15.
Gibt es hier regionale Unterschiede?
Wenn ja, welche und
warum?
16. Wie viele Weinbaubetriebe reichten im Jahr 2007 zur staatlichen Prüfnummer ein?
17. Wie viele Liter Wein wurden im Jahr 2007 dabei geprüft?
18.
Wie viele Anträge und wie viele Liter Wein wurden im Jahr 2007
wurden positiv erledigt,
wie viele negativ?
19. Welche jährlichen Kosten verursacht zurzeit die staatliche Prüfnummer für den Steuerzahler?
20. Welchen Nutzen zieht der Konsument aus dem Einsatz dieser Mittel?
21. Welche Kosten verursachte 2007 die Bundeskellereiinspektion?
22. Welchen Nutzen zogen die KonsumentInnen aus diesem Einsatz von Steuergeldern?
23. Wodurch trug
die Bundeskellereiinspektion 2007 zur Sicherung der Weinqualität in
Österreich bei
und welche Maßnahmen wurden gesetzt?
24. Wie
schützte die Bundeskellereiinspektion im Jahr 2007, die
österreichischen
KonsumentInnen vor
Importweinen (Drittlandsweinen), die mit in der EU verbotenen
Verfahren und unter Zuhilfenahme von in der
EU verbotenen Mitteln hergestellt wurden
(Konzentrierung von Wein, Aromatisierung, Einsatz von Holzchips und
Holzauszügen,
Säurezusatz)?
25. Wie viele
Kontrollen wurden 2007 im Lebensmittelhandel durchgeführt? Welche
Ergebnisse
wurden erzielt?
Welche
behördlichen Schritte mussten ergriffen werden (Aufschlüsselung
jeweils auf
Bundesländer)?
26. Biowinzer
sind auch in Österreich im Vormarsch, wie viele Liter Biowein wurden im
Jahr
2007 in
Österreich erzeugt?
27. Einen
wesentlichen Bestandteil der österreichischen Weinszene stellen die
Prädikatsweine
dar, wie viele
Absichtsmeldungen erfolgten im Jahr 2007?
28. Wie viele Liter Prädikatswein wurden im Jahr 2007 erzeugt?
29. Wie viele Mostwäger wurden im Jahr 2007 eingesetzt?
30. Welche Kosten verursachten diese Mostwäger?
31. Der
gemäß Vorfuhrgemeinden-Verordnung von den Weinbauern zu entrichtende
Kontrollbetrag wurde trotz oftmaliger Forderung der SPÖ nie
inflationsangepasst, wie viele
Prozent der Mostwägerkosten können durch diesen Betrag heute noch
abgedeckt werden?
32. Welchen
Anteil an den Mostwägerkosten muss der Steuerzahler bedecken und werden in
Zukunft im Sinne der Kostenwahrheit bei der Kostenermittlung der
Mostwägung alle
Einnahmen und
Ausgaben erfasst?
33. Wie viele
Herstellerbetriebe wurden 2007 durch die Bundeskellereiinspektion aufgrund des
Weingesetzes in
Österreich überprüft?
34. In wie
vielen Herstellerbetriebe wurden 2007 wie viele Proben durch die
Aufsichtsorgane
(Bundeskellereiinspektionen)
gezogen?
35. In welchen Untersuchungsanstalten wurden diese Proben untersucht?
36. Wie viele Proben wurden 2007
beanstandet?
Welche Beanstandungsgründe lagen
jeweils vor?
37. In wie vielen
Fällen wurden 2007 deswegen Verwaltungsstrafverfahren bzw.
Gerichtsverfahren
eingeleitet?
38.
In wie vielen Fällen wurden 2007 Verwaltungsstrafverfahren bzw.
Gerichtsverfahren
rechtskräftig
abgeschlossen?
39. Welche Einnahmen aus Strafen wurden 2007 erzielt?
40.
Wie viel Hektoliter Wein wurden im Jahr 2007 exportiert (ersuche um
Aufschlüsselung auf
Importländer)?
41. Wie viel
Hektoliter Wein wurden im Jahr 2007 importiert (ersuche um Aufschlüsselung
auf
Herkunftsländer)?
42.
Ist es richtig, dass auch 2007 der Ab-Hof-Verkauf Einbußen
erlitten hat und auch ein
Rückgang in der
Gastronomie feststellbar ist?
Wenn ja, wie ist dies erklärbar?
43.
Wie viele private Proben wurden 2007 in den Bundesanstalten untersucht
(ersuche um
Aufschlüsselung
auf die einzelnen Bundesanstalten)?
44.
Wie viele Proben wurden 2007 beanstandet und was waren die
Beanstandungsgründe (ersuche
um
Aufschlüsselung auf Länder, Weinbaugebiete und Sorten)?
45.
Welche Einnahmen wurden durch die privaten Probenuntersuchungen 2007
erzielt (ersuche
um
Aufschlüsselung der Einnahmen auf die einzelnen Bundesanstalten)?
46.
Wie viele Beschäftigte (Planstellen) arbeiteten 2007 in den
einzelnen dafür zuständigen
Bundesanstalten (ersuche um Aufschlüsselung auf die einzelnen
Bundesanstalten)?
47.
Wie hoch waren 2007 in jeder dieser Bundesanstalten die Personalkosten
(ersuche um
Aufschlüsselung
auf die einzelnen Bundesanstalten)?
48. Wie viele Planstellen wurden 2007 (bis 31.12.2007) nicht nachbesetzt?
49.
Werden in
Zukunft in diesen Bundesanstalten bei Pensionierungen oder Kündigungen die
freiwerdenden Planstellen wieder besetzt
oder soll weiter eingespart werden (ersuche um
Aufschlüsselung der Zahlen auf
die einzelnen Bundesanstalten)?
50.
Wie hoch waren 2007 in jeder der zuständigen Bundesanstalten die
Probenkosten
(Gesamtkosten pro
bearbeitete Probe)?
51.
Wie viele Personen waren 2007 als Aufsichtsorgane
(Bundeskellereiinspektoren) zur
Vollziehung
dieses Bundesgesetzes in den Bundesländern tätig?
52.
An welchen internationalen bzw. EU-Überwachungs- und Kontrollprojekten
hat Österreich in
den Jahr 2007
mitgearbeitet?
53. Was waren die Ergebnisse?
54.
In welcher Form und in welchem Umfang wird mit den Aufsichtsorganen
(Inspektoren)
anderer
EU-Länder oder Drittstaaten zusammen gearbeitet (z.B. zum Schutz vor
Verfälschungen
oder Ursprungs)?
55. Welche Ergebnisse wurden dabei erzielt?
56.
Wie sehen Sie aktuell das Weinhandelsabkommen mit den USA, dem
Österreich, Portugal
und
Deutschland im EU-Agrarministerrat nicht zugestimmt haben?
57.
Welche Auswirkungen wird die neue europäische Weinmarktordnung
(Abkommen mit den
USA)
auf das bestehende österreichische Weinrecht und die österreichische
Weinwirtschaft
haben?