11811/J XXIV. GP
Eingelangt am 06.06.2012
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Anfrage
der Abgeordneten Petra Bayr und GenossInnen
an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten betreffend die Erstellung von Länder- und Regionalstrategien der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit.
Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit verwendet in der bilateralen Kooperation Länder- und Regionalstrategien. Bereits im Jahr 2007 haben die Abg. Petra Bayr und GenossInnen nach dem Erstellungsprozess der Regionalstrategien gefragt.
Die aktuelle Anfrage dient dem Erkenntnisgewinn über die Prozesse und Erfahrungen der bereits erstellten Strategien, sowie über die aktuellen Aktivitäten rund um das neue Schwerpunktland der OEZA Georgien.
Die unterzeichneten Abgeordneten stellen daher an den Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten folgende
Anfrage:
1. Wie ist - in Aktualisierung der nun bereits fünf Jahre zurückliegenden Beantwortung der letzten parlamentarischen Anfrage - der aktuelle Stand im Rahmen der Erarbeitung von Länder- und Regionalstrategien?
2. Wie wurde den von Seiten der DAC Peer Review und der Evaluierung der Pariser Deklaration (Fallstudie Österreich) formulierten Empfehlungen zur Verbesserung der Strategiearbeit der OEZA Rechnung getragen?
a. Welche Empfehlungen wurden bisher umgesetzt?
b. Wie ist der aktuelle Stand der Umsetzung?
c. Welche Anregungen sind bisher unberücksichtigt geblieben?
d. Aus welchen Gründen?
3. Wie genau sieht die Arbeitsteilung mit der ADA in der Theorie aus?
4. Wie genau sieht die Arbeitsteilung mit der ADA in der Praxis aus?
5. Auf welchen bilateralen entwicklungspolitischen Grundsätzen basierte die Erstellung von Länder- und Regionalstrategien?
6. Welche Methoden wurden bei der Erarbeitung der einzelnen Länder- und Regionalstrategien angewandt?
7. Welche Methoden wurden bei der Umsetzung der einzelnen Länder- und Regionalstrategien angewandt?
8. Auf welche Weise wurde den Prinzipien der Ganzheitlichkeit/Policy coherence for development (PCD) des österreichischen Engagements
a. in der Erarbeitung und
b. in die Umsetzung der Länder- und Regionalstrategien getragen?
9. Auf welche Weise wurde der Resultatorientierung Rechnung
a. in der Erarbeitung und
b. in die Umsetzung der Länder- und Regionalstrategien getragen?
10. Nach welchem Schema liefen die partizipativen Prozesse in der Erstellung der Länder- und Regionalstrategien ab?
11. Wie formten sich die partizipativen Prozesse in der Umsetzung der Länder- und Regionalstrategien aus?
12. Wie wird über Erfolge und allfällige Probleme im Rahmen des österreichischen Engagements berichtet?
13. An wen wird über Erfolge und Misserfolge hinsichtlich der Erstellung der Länder- und Regionalstrategien berichtet?
14. Welche „lessons learnt“ zieht Ihr Ministerium aus den Erfahrungen der bereits erstellten Länder- und Regionalstrategien?
15. Wie fließen diese „lessons learnt" in die Erstellung neuer Länder- und Regionalstrategien ein?
16. Wie weit ist der Prozess in der Erstellung einer Strategie für die Länder des Südkaukasus?
17. Welche Schwerpunktländer umfasst die Region Südkaukasus?
18. Nach welchen Kriterien wurden diese ausgewählt?
19. Welche Akteure sind abgesehen von Ihrem Ministerium in die Erstellung dieser Regionalstrategie eingebunden?
20. Welche Aufgabe übernimmt welcher Akteur?
21. Wieso wurden zwei neue Länder in der Region Südkaukasus zur neuen Schwerpunktländern erklärt, während sich die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit aus traditionellen Regionen einer intensiven Zusammenarbeit, wie etwa Zentralamerika, zurückzieht?