3090/J XXIV. GP
Eingelangt am 23.09.2009
Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind
möglich.
Anfrage
der Abgeordneten Gerhard Huber
Kolleginnen und Kollegen
an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
betreffend mögliche Missstände bei der Verpachtung von Jagdrevieren durch die
österreichischen Bundesforste
Wie man den Berichten der Österreichischen Bundesforste entnehmen kann, sind selbige mit 850.000 Hektar Jagdfläche und rund 1.200 Jagdrevieren der größte Jagdanbieter in Österreich. Es ist erfreulich, dass es für die Österreichischen Bundesforste das oberste Prinzip ist, die Nachhaltigkeit bei der Jagd zu gewährleisten.
Unter Berücksichtigung dieser Tatsache ist es mehr als verwunderlich, sich immer mehr Jäger aus ganz Österreich über die Vergabepraxis bei Jagdrevieren der Österreichischen Bundesforste beschweren.
In diesem Zusammenhang stellen die unterfertigten Abgeordneten an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft folgende
Anfrage
1. Warum wurde
das Jagdrevier der Österreichischen Bundesforste in Thiersee nicht
mehr verpachtet?
2.
Hat es für das Jagdrevier Thiersee eine Pachtausschreibung der
Österreichischen
Bundesforste gegeben?
3.
Wenn nein, warum wurde das Jagdrevier Thiersee nicht mehr zu Pacht
ausgeschrieben?
4.
Wie hoch war das höchste Angebot bei der Pachtausschreibung bei
der Jagd in
Thiersee?
5.
Ist es richtig, dass im Jagdrevier Thiersee leitende Mitarbeiter der
Bundesforste selber
jagen?
6.
Wenn ja, wie viele Abschüsse wurden von leitenden Mitarbeitern der
Österreichischen
Bundesforste
im Jagdrevier Thiersee 2008 selbst getätigt?
7.
Wie viele
Abschüsse wurden 2008 - zu welchem Gesamtbetrag im Jagdrevier
Thiersee verkauft?
8.
Wie viele Eigenjagden besitzen die Österreichischen Bundesforste
im gesamten
Bundesgebiet?
9.
Wie viele Abschüsse wurden von den selbstbetriebenen Eigenjagden
seit 1. Jänner
2008 verkauft?
10.
Wie viele Eigenjagden werden derzeit von den Österreichischen
Bundesforsten im
gesamten Bundesgebiet
verpachtet?
11.
Wie viele Jagdeinladungen an Privatpersonen und Unternehmen gab es 2008
seitens
der
Österreichischen Bundesforste?
12.
Welches Fachpersonal müssen die Österreichischen Bundesforste
bei Einladung zur
Jagd
von Privatpersonen und Unternehmen pro Jagd bereitstellen?
13.
Wie hoch waren die Nebenkosten bei Einladungen zur Jagd von
Privatpersonen und
Unternehmen
der Österreichischen Bundesforste 2008?
14.
Wie viele Jagdeinladungen an Politiker gab es 2008 seitens der
Österreichischen
Bundesforste?
15.
Welches Fachpersonal müssen die Österreichischen Bundesforste
bei Einladung zur
Jagd
von Politikern verpflichtend bereitstellen?
16.
Wie hoch waren die Nebenkosten bei Einladungen zur Jagd von Politikern
der
Österreichischen
Bundesforste 2008?
17.
Wie viele Abschüsse und welche Tiere wurden 2008 im Rahmen der
Einladungen zur
Jagd an
Privatpersonen, Unternehmen und Politiker - aufgeschlüsselt nach
Bundesländern - vergeben?
18.
Wie viele Abschüsse und welche Tiere wurden 2008 von den
österreichischen
Bundesforsten
verkauft?
19.
Wie viele Abschüsse und welche Tiere wurden 2008 von den
österreichischen
Bundesforsten
jeweils in den Bundesländern verkauft?
20.
Wie viele Pirschverträge zu welchem Gesamtbetrag wurden jeweils in
den
Bundesländern
von den Österreichischen Bundesforsten abgeschlossen?
21.
Wie viele davon wurden zu welchem Gesamtbetrag in den
Bundesländern von den
Österreichischen
Bundesforsten mit einheimischen Jägern abgeschlossen?
22.
Werden die
Jagdreviere der Österreichischen Bundesforste, ohne Rücksicht auf
Nachhaltigkeit, nur mehr aus rein
finanziellen Gründen betrieben bzw. verpachtet?
23.
Welcher Betrag floss 2008 von den Österreichischen Bundesforsten
an das BMLUFW
und damit in das
Budget?
24.
Ist es Teil der Strategie Ihres Ressorts, dass es bei der Verpachtung
von Jagdrevieren
bzw. Vergabe von
Abschüssen einer zukunftsorientierten Reform im Sinne der
Nachhaltigkeit des österreichischen
Wald- und Wildbestandes bedarf?