71/SBI XXIV. GP

Eingebracht am 05.11.2012
Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind möglich.

Stellungnahme zu Bürgerinitiative

 

 

 

 

Parlamentsdirektion

Nationalratskanzlei

Parlament

1017 Wien

 

per E-Mail

Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen,

Bürgerinitiative Nr. 45 "Barrierefreiheit als Pflichtfach";

Ressortstellungnahme

Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung nimmt zu der mit dem unten angeführ­ten Schreiben vom 4. Oktober 2012 übermittelten Bürgerinitiative Nr. 45 bezüglich „Barrierefrei­heit als Pflichtfach“ gegenüber dem Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen wie folgt Stel­lung:

Der Bereich „Barrierefreies Bauen“ ist an den beiden Technischen Universitäten Wien und Graz in den Studienplänen des Ausbildungsbereiches Architektur explizit verankert. Er wird an beiden Universitäten als Wahlfach im Masterstudium Architektur angeboten. Die Kompetenz zur Erstel­lung der Curricula liegt beim Senat und der vom Senat eingerichteten entscheidungsbefugten Kommission nach § 25 Abs. 8 Z 3 des Universitätsgesetzes. Das Bundesministerium für Wis­senschaft und Forschung kann nur im Rahmen der Leistungsvereinbarungsverhandlungen bei der Formulierung von gesellschaftlichen Zielsetzungen auf die Empfehlung des Beirats für Bau­kultur hinwirken. Daher ist das Thema Barrierefreiheit in den Leistungsvereinbarungen, aber auch in den Entwicklungsplänen und den Wissensbilanzen ein fixer Bestandteil.

 

Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang außerdem auf die Studie „Grundlagen zur Weiter­entwicklung von Aus- und Weiterbildung im Bereich der barrierefreien Mobilität“ von Univ.-Prof. Dr. Josef Michael Schopf (Institut für Verkehrswissenschaften der Technischen Universität Wien), die dieser im Auftrag der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft ausgearbei­tet hat. Diese Studie stellt alle Aus- und Weiterbildungsangebote im Bereich von Barrierefreiheit

an Universitäten und Hochschulen dar und enthält Empfehlungen für die Gestaltung von Bache­lor- und Master-Curricula. Sie ist in der Institutsschriftenreihe „Beiträge zu einer ökologisch und sozial verträglichen Verkehrsplanung, 1/2011“ veröffentlicht. Diese Empfehlungen können die Universitäten und Fachhochschulen aufgreifen.

Wien, 5. November 2012

Für den Bundesminister:

Dr. Iris Hornig

Elektronisch gefertigt