Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Ich unterrichte seit 1982 Englisch und Französisch am BG Amstetten und seit genauso vielen Jahren warte ich darauf, dass meine immense Vorbereitungs- und Verbesserungsarbeit als Sprachenlehrer Anerkennung findet und sich dies auch in einer Reduktion meiner Lehrverpflichtung niederschlägt.

Das neue Lehrerdienstrecht tut genau das Gegenteil: eine Gleichsetzung aller Unterrichtsgegenstände ist untragbar und völlig ungerecht. Es zeigt völlige Unwissenheit von Seiten der verantwortlichen Politiker.

Nur jemand , der absolut nichts vom Schulalltag versteht, kann so einen Gesetztesvorschlag machen.

24 Stunden zu unterrichten bedeutet für mich 2 bis 3 Unterrichtsklassen mehr und somit ca 6o mehr Schüler, mehr Hausübungshefte, mehr Wiederholungen, mehr Schularbeiten....................

Ich unterrichte seit 15 Jahren mit reduzierter Lehrverpflichtung. Einziger Grund: nicht in eine völlige Überforderung, ins Burnout zu geraten und noch sinnvollen Unterricht gewährleisten zu können. Bei 24 Stunden ist dies nicht mehr möglich.

Auch wenn mich das neue Dienstrecht nur mehr am Rande betrifft, ist es für mich UNFASSBAR, UNTRAGBAR und den Schülern gegenüber UNVERANTWORTLICH.

Was Sie damit bewirken ist folgendes: Sie missachten meine Leistung und demotivieren mich völlig.

Kann dies im Sinne eines Arbeitgebers sein??! Über Jahre haben wir Lehrer Sparmaßnahmen mitgetragen, werden von unserem Arbeitgeber in der Öffentlichkeit nur kritisiert, und wir rackern trotzdem weiter, stellen uns ein auf die Anforderung der neuen Zentralmatura, fahren mit Schülern nach Frankreich, bereiten gratis auf Cambridgeprüfungen und Delfzertifikate vor, organisieren Workshops und Exkursionen, veranstalten Thanksgiving Parties und Lesenächte.

 

WIE LANGE WERDEN WIR NOCH DIE KRAFT UND DEN ELAN DAZU HABEN?   Das Neue Lehrerdiensrecht jedenfalls würde mehr Schaden anrichten als es je nützen könnte.

 

mit freundlichen Grüßen,

Mag. Michaela Eidlinger