140/SPET XXIV. GP

Eingebracht am 02.08.2011
Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind möglich.

Stellungnahme zu Petition

An die

Parlamentsdirektion

zu Hd. Herrn Mag. Gottfried Michalitsch

Leiter des Nationalratsdienstes

Parlament

1017   Wien

Wien, am 1. August 2011

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie beehrt sich zu Ihrem Schreiben GZ. 17010.0020/70-L1.3/2011 vom 27. Juni 2011, mit welchem die Petition Nr. 97 - Keine Lärm­schutzwand im 14. Bezirk in Wien“ - übermittelt wurde, folgende Stellungnahme abzugeben:

Bereits seit über 15 Jahren werden österreichweit im Rahmen des Programmes zur schalltechni­schen Sanierung der Eisenbahn-Bestandsstrecken im Einvernehmen und unter finanzieller Beteili­gung der Länder und der betroffenen Gemeinden Lärmschutzmaßnahmen an Eisenbahnstrecken realisiert. Dabei ist es eine wesentliche Aufgabe der Länder bzw. der betroffenen Gemeinden, eine Prioritätensetzung vorzunehmen sowie unter Beachtung der vorgegebenen Rahmenbedingungen Art und Umfang der jeweiligen Maßnahmen - soweit als möglich unter Einbindung der unmittelbar betroffenen Anrainer - festzulegen.


Im 14. Bezirk in Wien wurde im Bereich Kefergasse - Hochsatzengasse bereits 2002 insbesonde­re zum Schutz des Blindenwohnheimes eine Lärmschutzwand errichtet. Die weiterführenden Pla­nungen sehen nunmehr eine Verlängerung dieser Lärmschutzwand in Richtung Osten vor. Auf­grund der Einwendungen von Anrainern im Bereich der Baumgartenstraße sah sich die Stadt Wien veranlasst, im November 2010 eine BürgerInnenbefragung durchzuführen. In diese Befragung wurden sämtliche Bewohner in Gebäuden einbezogen, für welche gemäß den bestehenden Richt­linien Lärmschutzmaßnahmen vorzusehen sind. Insgesamt wurden 994 Stimmzettel versandt. Die Auszählung der Stimmen erfolgte am 6. Dezember 2010 unter Beisein eines öffentlichen Notars und zweier AnrainerInnen aus der Baumgartenstraße und brachte folgendes Ergebnis:

509 abgegebene Stimmzettel

353 ja-Stimmen (69 %)

154 nein-Stimmen (30 %)

   2 Stimmen ungültig (1 %)

Eine Mehrheit der tatsächlich betroffenen Anrainer hat sich demnach für die Errichtung der Lärm­schutzwand ausgesprochen. Auf Basis dieses demokratisch herbeigeführten Abstimmungsergeb­nisses hat die Stadt Wien auch beschlossen, dass die geplante Lärmschutzwand errichtet werden soll.

Für die Bundesministerin:                                                                   Ihr(e) Sachbearbeiter(in):

Mag. Heinrich Knab                                                                                                   Petra Farthofer

Tel.Nr.:+43 (1) 71162 65 7405

E-Mail: petra.farthofer@bmvit.gv.at