Zusatzinformationen bei
Ministerratsvorträgen
Stand:
3.10.18
(I) Wording zum Ministerratsvortrag (max. eine Seite)
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Titel des Ministerratsvortrages: · Informelle Tagung der Ministerinnen und Minister für Gesundheit am 10. und 11. September 2018 in Wien
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Inhalt: · Am 10.09. standen regulatorische Herausforderungen im Zusammenhang mit der zentralen Marktzulassung als inhaltliches Schwerpunktthema im Mittelpunkt. Beiträge dazu lieferten FBM Hartinger-Klein, Vytenis Andriukaitis (Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Europäische Kommission), Zsuzsanna Jakab (WHO-Regionaldirektorin für Europa) und Guido Rasi (Direktor der Europäischen Arzneimittelagentur). · Insgesamt wurden vier Handlungsfelder aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet: Die Optimierung des Informationsaustausches, die Stärkung des Patientennutzens, die europaweite Verfügbarkeit neu zugelassener Medikamente und schließlich die Zulassung von Medikamenten mit Orphan-Kennzeichnung (Arzneimittel für seltene Erkrankungen). · Am 11.09. wurde über das Thema Investitionen in die Digitale Gesundheit diskutiert: Trotz erfolgreich bestehender Verwendung personenbezogener digitaler Gesundheitsdaten wird das Potential einer vollen Nutzung in der Praxis nicht ausgeschöpft, dies betrifft vor allem öffentliche Gesundheitseinrichtungen. · Auch die Notwendigkeit öffentlicher Förderungen zur Verbesserung der Informations und Kommunikationsinfrastruktur bzw. die Schaffung von Standards und Formaten für eine interoperabler digitalen Infrastruktur
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Hintergrundinformationen (inkl. möglicher Kritikpunkte): · Verfügbarkeit von innovativen Arzneimitteln: einer der Gründe für das wachsende Problembewusstsein ist der signifikante Anstieg der Ausgaben für hochpreisige Medikamente in Europa, insbesondere im Spitalssektor. Der Austausch konzentrierte sich auf regulatorische Maßnahmen, welche im unmittelbaren Wirkungsbereich der europäischen Gesundheitspolitik liegen. · Digitalisierung: Zentral ist die Frage, welche konkreten Schritte gesetzt werden müssen, um die nach wie vor existierenden Barrieren zu überwinden. Diese stehen dem Potential einer vollen Nutzung digitaler Daten im Gesundheitssektor entgegen. · Selbst wenn es bereits Wege und Mittel gibt, personenbezogene Befunddaten im Sinne der Sicherstellung der Kontinuität eines Behandlungsvorgangs auszutauschen, oder Gesundheitsdaten etwa in Registern für die medizinische Forschung bereitgestellt werden, ist Europa weit davon entfernt, dass dieser Datenaustausch flächendeckend in allen Bereichen der Gesundheitssysteme stattfindet. Der potentielle Nutzen des digitalen Datenaustausches wird im Gesundheitssektor nicht ausreichend genutzt. · Da ein starkes öffentliches Interesse am Austausch von Gesundheitsdaten besteht, muss auch die öffentliche Finanzierung der digitalen Infrastruktur von privaten und öffentlichen Gesundheitseinrichtungen die Interoperabilität dieser Infrastruktur konditional fördern.
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Wording für Kommunikation: · Die informelle Tagung der Ministerinnen und Minister für Gesundheit am 10. und 11. September 2018 betont zwei Prioritäten des österreichischen EU-Ratsvorsitzes: · Zum einen werden auf Basis des Schwerpunktes ‚Ein Europa, das schützt’ im Kontext der Sicherung der Sozialsysteme regulatorische und gesundheitspolitische Herausforderungen im Zusammenhang mit der Europäischen Arzneimittelzulassung diskutiert. · Zum anderen wird auf Basis des Schwerpunkts ‚Digitalisierung‘ der Frage nachgegangen, wie EU-Finanzierungsinstrumente für Investitionen in neue digitale Strukturen im Gesundheitswesen eingesetzt werden können. |
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Ansprechperson Inhalt (Name, E-Mail, Tel.Nr.): · Mag. Claudia Maurer, claudia.maurer@sozialministerium.at, + 43 1 71100 862460 |
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Ansprechperson Kommunikation (Name, E-Mail, Tel.Nr.): · Axel Ganster, MAS, axel.ganster@sozialministerium.at, + 43 1 71100 862456 |