1033/A(E) XXVIII. GP
Eingebracht am 23.09.2026
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ENTSCHLIESSUNGSANTRAG
der Abgeordneten Mag. Katayun Pracher-Hilander
und weiterer Abgeordneter
betreffend mRNA-basierter Impfstatus als Datengrundlage in Wissenschaft und Forschung
Die Einführung neuer Impftechnologien, wie beispielsweise die mRNA-basierten COVID-19-Impfstoffe, haben Forschung und Wissenschaft vor allem seit der Coronazeit beschäftigt und naturgemäß offene Fragen mit sich gebracht, die es noch zu erforschen gilt.
Aufgrund der kurzen Entwicklungszeit der COVID-19 mRNA-Impftechnologie existieren mangels Vergleichs- und Langzeitdaten medizinisch-therapeutische bzw. wissen-schaftliche Erkenntnislücken bezüglich möglicher Wirkungsweisen (z. B. sterile Immunität) oder korrekter Diagnostik von Nebenwirkungen.
Mit Einführung der mRNA-basierten COVID-19-Impfstoffe wurden zwar bei der European Medicines Agency (EMA) oder Vaccine Adverse Event Reporting System (VAERS) mögliche Nebenwirkungen gemeldet, angesichts der Tatsache, dass die Dunkelziffer nicht gemeldeter Impfnebenwirkungen laut Literatur bei rund 95 Prozent liegt, ist eine fachlich korrekte Diagnostik oder Zuordnung von gesundheitlichen Beschwerden teils schwer bis unmöglich.
Der Diagnose- und Therapiemarathon Betroffener mit beispielsweise postviralen Erkrankungen (Long COVID oder ME/CFS), aber eben auch anhaltenden Impfnebenwirkungen zeigt deutlich, dass Ärzte und Wissenschaft noch über erhebliche Unsicherheiten bezüglich Diagnose und Therapie verfügen, zu Lasten der Patienten, die verzweifelt auf Hilfe hoffen und zu oft im Stich gelassen werden.[1] Ebenso steht die Frage nach einem möglichen Zusammenhang zwischen der COVID-19 mRNA-Impfung und Krebs noch im wissenschaftlichen Diskurs und bedarf einer Langzeit-Prüfung. Eine wesentliche Voraussetzung für eine verbesserte Diagnostik, Versorgung und wissenschaftliche Beurteilung möglicher impfassoziierter Gesundheitsbeschwerden ist jedoch die anonymisierte Auswertbarkeit des Impfstatus als Grundlage einer verantwortungsvollen Erfassung und wissenschaftlich relevanter Daten.
Es gilt einen möglichen Zusammenhang zwischen mRNA-Impfung und dem Auftreten gesundheitlicher Beschwerden bestmöglich zu erkennen und eine belastbare Datengrundlage für wissenschaftliche Auswertung – im Sinne der Patientensicherheit – zu schaffen.
Die unterfertigten Abgeordneten stellen daher nachstehenden
Entschließungsantrag
Der Nationalrat wolle beschließen:
„Die Bundesregierung, insbesondere die Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, wird aufgefordert, die notwendigen technischen, strukturellen und rechtlichen Maßnahmen zu setzen, um eine langfristige wissenschaftliche Auswertung möglicher Langzeitfolgen von mRNA-Impfungen sicherzustellen.“
In formeller Hinsicht wird ersucht, diesen Antrag dem Ausschuss für Wissenschaft, Forschung und Digitalisierung zuzuweisen.
[1] https://public-health.meduniwien.ac.at/abteilungen/abteilung-pcm/forschung/forschungsschwerpunkte/long-covid-und-post-covid-syndrom/ (aufgerufen am 26.08.2026)