743/A(E) XXVIII. GP

Eingebracht am 25.02.2026
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ENTSCHLIESSUNGSANTRAG

der Abgeordneten Jakob Schwarz, Freundinnen und Freunde

 

betreffend Einführung eines "Made in Europe"-Bonus für e-Autos

 

 

BEGRÜNDUNG

 

 

Der Automarkt ist im Umschwung. Der Umstieg auf Elektromobilität schreitet voran. Gleichzeitig haben sich die Verkaufszahlen seit der Corona-Krise noch nicht ganz erholt. Nur in China stiegen die Verkäufe in den letzten Jahren stark an. Gerade dort geraten europäische Automobilhersteller unter Druck. Nun drohen auch am europäischen Markt chinesische Hersteller den Europäern den Rang abzulaufen. Die Politik muss gegensteuern und die Produktion von e-Autos in Europa stärken und somit die europäische Automobilindustrie stützen.

 

In China wächst v.a. der Absatz von E-Autos rapide. Der Anteil an E-Autos bei Neuzulassungen beträgt bereits rund 50%. Verbrenner verlieren in China an Bedeutung. Europäische Hersteller sind bei der Produktion von E-Autos von chinesischen Firmen bereits abgehängt worden. Außerdem produzieren immer mehr europäische Hersteller direkt in China.

 

In China wurde zuletzt auch eine Förderung für E-Autos verändert, die den Absatz von kleinen, preiswerten E-Autos bisher gefördert hat. Gemeinsam mit den Zöllen der USA werden damit diese Autos verstärkt auf den europäischen Markt drängen.

 

In den USA werden nach wie vor v.a. Verbrenner verkauft. Allerdings hat die USA unter Trump hohe Zölle auf europäische Autos erlassen, was die Absätze dort schwächt. Wie in China produzieren europäische Firmen daher vermehrt in den USA um die Zölle zu umgehen.

 

In Europa hat sich der Automarkt immer noch nicht ganz von der Corona-Delle erholt. So wurden 2019 fast 16 Mio. Autos in Europa verkauft. Mit der Pandemie brach der Markt ein (2020: rund 12 Mio. verkaufte PKW) und erholt sich seither nur langsam. Zwar steigt der Anteil von E-Autos an (2019: rund 5%, 2024: rund 20%) aber die politische Diskussion um die richtige Antriebsart scheint Verbraucher:innen vom Kauf abzuhalten.

 

Europäische Automobil-Hersteller und insbesondere die Produktion in Europa geraten durch diese Entwicklung stark unter Druck. Die Produktion in Europa und damit 13 Mio. Arbeitsplätze in der EU (Österreich: rund 350.000), die direkt oder indirekt an der Automobilbranche hängen, sind damit gefährdet. Dabei ist der europäische Automarkt weiterhin insbesondere für europäische Hersteller besonders wichtig. So verkaufen VW und BMW immer noch die meisten Autos in Europa und am wichtigsten: diese Autos werden auch überwiegend in Europa gefertigt.

 

Es ist daher notwendig den europäischen Markt zu stärken, indem man den Unternehmen und Verbraucher:innen eine klare Linie der Politik zeigt: Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch und soll in Europa für Europa gefertigt werden.

 

 

Die unterfertigenden Abgeordneten stellen daher folgenden

 

 

ENTSCHLIESSUNGSANTRAG

 

 

Der Nationalrat wolle beschließen:

 

„Die Bundesregierung, insbesondere der Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus wird aufgefordert, dem Nationalrat ehestmöglich eine Regierungsvorlage zuzuleiten, die einen „Made-in-Europe“-Bonus für e-Autos einführt. Konkret soll eine Prämie für Käufe von e-Autos durch Private wieder eingeführt werden. Diese Prämie sollte aber nur für jene e-Autos gelten, die in Europa gefertigt wurden.“

 

 

 

 

 

In formeller Hinsicht wird die Zuweisung an den Ausschuss für Wirtschaft, Industrie und Energie vorgeschlagen.