3692/J XXVIII. GP

Eingelangt am 16.10.2025
Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind möglich.

Anfrage

der Abgeordneten Ricarda Berger

an den Bundesminister für Bildung

betreffend Schweinefleisch aus Schulmenüs gestrichen - Islamisierung bestimmt den Speiseplan?

Immer mehr Eltern berichten, dass in österreichischen Schulen - insbesondere in Wien - Schweinefleisch aus dem Speiseplan verschwindet. Die Präsidentin des Dachverbandes der Elternvereine an öffentlichen Pflichtschulen, Evelyn Kometter schlägt Alarm: „Schweinefleisch gehört zu unserer Kultur und zu unsere Essgewohnheit - das ist ein Stück gelebte Tradition.[1] Sie betont, dass jeder Mensch selbst entscheiden können müsse, was er essen will, und nicht bevormundet werden dürfe.

Diese Entwicklung fällt mit einer rapide wachsenden Zahl muslimischer Schüler zusammen. In Wiener Volks- und Mittelschulen beträgt ihr Anteil mittlerweile 41,2 Prozent - ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr (39,4 Prozent). Katholische Kinder machen nur noch 17,5 Prozent aus. Die fortschreitende Islamisierung spiegelt sich somit längst nicht nur im gesellschaftlichen Alltag, sondern auch in den Klassenzimmern und sogar auf den Tellern unserer Kinder wider.

Eltern haben das Recht darauf, dass traditionelle Essgewohnheiten und kulturelle Gepflogenheiten in Schulen respektiert werden. Dazu gehört selbstverständlich auch das Angebot von Schweinefleisch - ohne ideologisch motivierte Einschränkungen oder Anpassungen an einzelne religiöse Gruppen.

In diesem Zusammenhang richtet der die unterfertigte Abgeordnete an den Bundes­minister für Bildung nachstehende

Anfrage

1.    Liegen Ihrem Ressort Berichte oder Beschwerden von Eltern bzw Elternvereinen vor, wonach in öffentlichen Pflichtschulen kein Schweinefleisch mehr auf dem Speiseplan steht?

a. Wenn ja, wie viele solcher Meldungen sind seit 2020 in Ihrem Ressort eingelangt und wie verteilen sie sich nach Bundesländern?

2.    Gibt es seitens Ihres Ressorts Empfehlungen oder Vorgaben an Schulen oder Schulerhalter, Schweinefleisch aus Rücksicht auf religiöse Gruppen nicht mehr anzubieten?

a.    Wenn ja, seit wann gelten diese Empfehlungen und wie lauten sie konkret?

b.    Falls nein, wie erklären Sie sich die zunehmende Praxis, dass Schweinefleisch in vielen Schulen nicht mehr serviert wird?

3.    Ist Ihrem Ressort bekannt, in wie vielen Schulen Schweinefleisch mittlerweile gar nicht mehr am Menüplan steht?

a. Wenn ja, bitte um Aufschlüsselung nach Bundesländern.

4.    Plant Ihr Ressort Maßnahmen, um sicherzustellen, dass traditionelle österreichische Essgewohnheiten - insbesondere auch das Angebot von Schweinefleisch - weiterhin Teil des Schulalltags bleiben?

a. Falls nein, warum nicht?

5.    Wie bewertet Ihr Ressort den Umstand, dass religiöse Essensvorschriften einer bestimmten Gruppe zunehmend Einfluss auf das Angebot in öffentlichen Bildungseinrichtungen nehmen?

 

6.    Welche Maßnahmen setzen Sie, um sicherzustellen, dass kulturelle Vielfalt in Schulen nicht zu einer einseitigen Anpassung an einzelne religiöse Gebote führt?



[1] https://unzensuriert.at/312779-essen-in-der-schule-eltern-muessen-um-schweinefleisch-kaempfen/ (aufgerufen am 14.10.2025)