3769/J XXVIII. GP

Eingelangt am 21.10.2025
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ANFRAGE

 

des Abgeordneten Peter Wurm

an den Bundesminister für Inneres

betreffend Straftaten an sakralen und religiösen Einrichtungen sowie Friedhöfen in Tirol

 

 

Am 23. September 2025 kam es in Brixen im Thale (Bezirk Kitzbühel, Tirol) zu einem großangelegten Polizeieinsatz gegen mutmaßliche Kirchendiebe.[1] Zwei rumänische Männer wurden laut Medienberichten in flagranti ertappt, als sie versuchten, Geld aus einem Opferstock zu entwenden. Ein dritter rumänischer Verdächtiger wurde wenig später als mutmaßlicher Fluchtfahrer verhaftet. Die Polizei setzte im Rahmen der Fahndung auch einen Hubschrauber, Drohnen und Diensthunde ein.

 

Dieser Vorfall reiht sich in eine wachsende Zahl ähnlicher Delikte ein. In zahlreichen Regionen Österreichs häufen sich Berichte über gezielte Diebstähle, Vandalismus und Sachbeschädigungen an Kirchen und anderen religiösen Einrichtungen. Dabei stehen oftmals ausländische Täter im Verdacht, systematisch Opferstöcke zu plündern oder kirchliches Eigentum zu entwenden. Neben dem materiellen Schaden stellen diese Angriffe auch eine massive Respektlosigkeit gegenüber religiösen Symbolen und dem kulturellen Erbe unseres Landes dar.

 

 

In diesem Zusammenhang richtet der unterfertigte Abgeordnete an den Bundes-minister für Inneres nachstehende

 

Anfrage

 

1.    Auf welche Summe beliefen sich die Einsatzkosten der Exekutive im Zuge der Großfahndung unter Einsatz mehrerer Polizeistreifen, eines Polizeihub-schraubers sowie von Hundestreifen am 23. September 2025 in Brixen im Thale?

2.    Wie viele Anzeigen wurden seit 2020 bis zum Einlangen dieser Anfrage aufgrund von Straftaten in sakralen oder religiösen Einrichtungen sowie Friedhöfen in Tirol erstattet? (Bitte um Aufschlüsselung nach Jahr, jeweiligem Delikt, Staatsangehörigkeit und Alter der Tatverdächtigen)

a.    Wie gliedert sich die Anzahl dieser Anzeigen in Tirol nach Bezirken?

b.    Wie gliedert sich die Anzahl dieser Anzeigen nach den Tatorten (religiöse und sakrale Einrichtungen sowie Friedhöfen)?

c.    Wie viele der nichtösterreichischen Tatverdächtigen in Tirol seit 2020 waren Asylberechtigte? (Bitte um Aufschlüsselung nach Jahr, jeweiligem Delikt, Staatsangehörigkeit und Alter der Tatverdächtigen)

d.    Wie viele der nichtösterreichischen Tatverdächtigen in Tirol seit 2020 waren Asylwerber? (Bitte um Aufschlüsselung nach Jahr, jeweiligem Delikt, Staatsangehörigkeit und Alter der Tatverdächtigen)

e.    Wie viele der nichtösterreichischen Tatverdächtigen in Tirol seit 2020 waren subsidiär Schutzberechtigte? (Bitte um Aufschlüsselung nach Jahr, jeweiligem Delikt, Staatsangehörigkeit und Alter der Tatverdächtigen)

f.     In wie vielen Fällen kam es zu Festnahmen?

                                          i.    Wie viele dieser Fälle führten zu einer rechtskräftigen Verurteilung?

3.    Wie viele Verurteilungen gab es seit 2020 bis zum Einlangen dieser Anfrage wegen Delikten, die in sakralen oder religiösen Einrichtungen sowie Friedhöfen in Tirol verübt wurden? (Bitte um Aufschlüsselung nach Jahr, jeweiligem Delikt, Staatsangehörigkeit und Alter der Verurteilten)

a.    Wie gliedert sich die Anzahl dieser Verurteilungen in Tirol nach Bezirken?

b.    Wie viele der nichtösterreichischen Verurteilten in Tirol seit 2020 waren Asylberechtigte? (Bitte um Aufschlüsselung nach Jahr, jeweiligem Delikt, Staatsangehörigkeit und Alter der Verurteilten)

c.    Wie viele der nichtösterreichischen Verurteilten in Tirol seit 2020 waren Asylwerber? (Bitte um Aufschlüsselung nach Jahr, jeweiligem Delikt, Staatsangehörigkeit und Alter der Verurteilten)

d.    Wie viele der nichtösterreichischen Verurteilten in Tirol seit 2020 waren subsidiär Schutzberechtigte? (Bitte um Aufschlüsselung nach Jahr, jeweiligem Delikt, Staatsangehörigkeit und Alter der Verurteilten)

e.    Welche Bedeutung misst das BMI der kulturellen und religiösen Dimension solcher Taten bei?



[1]    https://www.krone.at/3907287