3923/J XXVIII. GP

Eingelangt am 19.11.2025
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ANFRAGE

 

des Abgeordneten Michael Fürtbauer

an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

betreffend Unvollständige Daten bei Extremwetter

 

 

Der Rechnungshofbericht Reihe BUND 2025/35 „Extremwetterschäden in Österreich“[1] kritisiert Defizite bei der systematischen Erfassung, Analyse und Präventionsplanung von durch Extremwetter ausgelösten Schäden. Bemängelt werden uneinheitliche oder unvollständige Datengrundlagen in den zuständigen Stellen sowie unzureichende Abstimmung zwischen den Bundesländern und mit dem Bund. Es wird darauf hingewiesen, dass sowohl die Vorsorge durch Schutzmaßnahmen als auch die Bewertung und finanzielle Abwicklung von Schadensfällen (insbesondere Versicherungen, Hilfsfonds und Förderprogramme) teils lückenhaft und intransparent sind.

 

Der Bericht fordert eine bessere Datenqualität, koordinierte Präventionsstrategien, klarere Zuständigkeiten sowie eine stärkere Evaluierung der Effektivität bestehender Schutz- und Hilfsmaßnahmen.

 

 

In diesem Zusammenhang richtet der unterfertigte Abgeordnete an den Bundes-minister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft nachstehende

 

Anfrage

 

1.    Welche Maßnahmen werden getroffen, um Datengrundlagen zu Extremwetter-schäden einheitlich, vollständig und laufend aktuell zu erfassen?

2.    Wie wird die Abstimmung zwischen Bund und Ländern zur Präventionsplanung gegen Extremwetterschäden verbessert werden?

3.    In welcher Form erfolgen die Evaluierung und Weiterentwicklung bestehender Schutzmaßnahmen vor Extremwettereinflüssen?

4.    Welche Schritte werden unternommen, um die Effektivität der finanziellen Hilfen und Förderprogramme für Betroffene systematisch zu kontrollieren?

5.    Wie soll die Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei der Bewertung und Abwicklung von Schadensfällen erhöht werden?

6.    Welche konkreten Maßnahmen sind für die Verbesserung der Vorsorge-strategien und für die proaktive Schadensprävention vorgesehen?

7.    Gibt es eine zentrale Institution oder Koordinationsstelle, die für die Erfassung, Auswertung und Kommunikation von Extremwetterschäden verantwortlich ist?

8.    Wie werden die Empfehlungen aus dem Rechnungshofbericht zeitnah und messbar in der Praxis umgesetzt?

9.    Welche Maßnahmen sind geplant, um die finanziellen und personellen Ressourcen in der Verwaltung zur Extremwettervorsorge und -abwehr zu stärken?

10. Werden die bestehenden Versicherungs- und Hilfsfonds regelmäßig evaluiert, und wie wird ihre Zugänglichkeit und Wirksamkeit sichergestellt?



[1]    https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/home/2025_35_T_K_Extremwetterschaeden.pdf (aufgerufen am 29.10.2025)