4386/J XXVIII. GP
Eingelangt am 23.12.2025
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ANFRAGE
des Abgeordneten Peter Wurm
an die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumenten-schutz
betreffend Betrugsfälle im Bereich der Geldanlagen steigen
Medienberichten zufolge steigt die Anzahl an Fällen von Anlagebetrug im Internet drastisch.[1] Die österreichweite Schadenssumme von mehr als 111 Millionen Euro im Jahr 2024 zeigt, dass Bürger zunehmend Ziel professionell organisierter digitaler Betrugsstrukturen werden. Cyberkriminelle nutzen dabei täuschend echte Online-Plattformen, Social-Media-Werbung, gefälschte Finanzdienstleister und Identitäts-missbrauch, was den Konsumentenschutz vor große Herausforderungen stellt.
Fälle, in denen Täter über professionell wirkende digitale Plattformen oder vermeintliche Finanzdienstleister agieren, zeigen, wie schwer solche Betrugsmodelle zu erkennen sind. Auch sogenannte „Recovery Scams“, bei denen sich Täter als Behördenvertreter ausgeben, nehmen zu, und verdeutlichen die Notwendigkeit verstärkter staatlicher Schutzmechanismen.
Die wachsende Schadenssumme und die Professionalisierung digitaler Betrugsmodelle zeigen dringenden Handlungsbedarf. Eine koordinierte digitale Sicherheitsstrategie ist für den Schutz der Bevölkerung unerlässlich.
In diesem Zusammenhang richtet der unterfertigte Abgeordnete an die Bundes-ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz nachstehende
Anfrage
1. Welche Maßnahmen plant Ihr Ministerium, um Konsumenten gezielt über digitale Anlagebetrugsmodelle zu informieren?
2. Wie wird bei Vorhaben wie digitalen Währungen sichergestellt, dass rein digitale Transaktionen nicht zu mehr Betrugsfällen führen und Konsumenten besser geschützt sind?
[1] https://kurier.at/chronik/oesterreich/betrugsfaelle-im-bereich-der-geldanlagen-steigen/403111634 (aufgerufen am 15.12.2025)