4392/J XXVIII. GP
Eingelangt am 29.12.2025
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ANFRAGE
der Abgeordneten Rosa Ecker, MBA
an die Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung
betreffend Frauenarbeitslosigkeit vor Pensionsantritt
Seit 1. Jänner 2024 wird das gesetzliche Frauenpensionsalter schrittweise ange-hoben.[1] Die aktuelle Analyse des Momentum Instituts zeigt, dass die Arbeitslosen-quote von 60-jährigen Frauen in kurzer Zeit stark angestiegen ist: von 4,7% im Jahr 2023 auf 9,5% im Jahr 2024 und 10,2% im Oktober 2025. Da Frauen künftig jedes halbe Jahr länger arbeiten müssen, erhöht sich bei vielen nicht die Zeit in Beschäftigung, sondern jene in Arbeitslosigkeit.[2] Langfristig führt dies zu geringeren Beitragsjahren, niedrigeren Pensionsgutschriften und damit zu finanziellen Nachteilen im Alter. Frauen sind zudem überdurchschnittlich häufig in Branchen tätig, in denen das Risiko für Arbeitsplatzverlust im höheren Erwerbsalter besonders hoch ist.
Diese Entwicklungen deuten darauf hin, dass die schrittweise Anhebung des Frauenpensionsalters bestehende strukturelle Ungleichheiten am Arbeitsmarkt verstärken kann.
In diesem Zusammenhang richtet die unterfertigte Abgeordnete an die Bundes-ministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung nachstehende
Anfrage
2. Wie viele Frauen im Alter zwischen 60 Jahren und dem Alter zum aktuellen Pensionsstichtag befinden sich derzeit in Arbeitslosigkeit?
a. Wie hat sich diese Zahl seit Jänner 2024 entwickelt?
3. Wie lang dauern diese Arbeitslosigkeitsphasen durchschnittlich bis zum Pensionsantritt?
a. Wie unterscheidet sich diese Dauer zwischen Frauen und Männern?
6. Welche Branchen weisen bei Frauen ab 58 Jahren die höchsten Arbeitslosen-quoten bzw. größten Risiken für Jobverlust im späten Erwerbsverlauf auf?
arbeitslos sind?
a. Wie viele Teilnehmer gibt es jährlich?
b. Mit welchen Mitteln unterstützt Ihr Ministerium diese Programme jährlich?
a. In welchen Intervallen?
b. Welche aktuellen Ergebnisse liegen vor?