4394/J XXVIII. GP
Eingelangt am 30.12.2025
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ANFRAGE
der Abgeordneten Rosa Ecker, MBA
an den Bundesminister für Inneres
betreffend Cybergrooming und digitale Gewaltprävention
Die deutsche „JIM-Studie 2025. Jugend, Information, Medien“[1] zeigt eindrucksvoll, wie sehr Jugendliche online aktiv sind: 95% besitzen ein eigenes Smartphone, 98% nutzen es regelmäßig. Digitale Kommunikation über Social Media und Messenger ist allgegenwärtig: 96% nutzen WhatsApp regelmäßig, 63% Instagram, 56% Snapchat. Damit entstehen vielfältige Kontaktflächen für Täter im Bereich von Cybergrooming, Erpressung, sexueller Belästigung und extremistischer Einflussnahme.
In der JIM-Studie 2025 berichten Jugendliche von:
· „64% Beleidigungen im Internet (2024: 57%),
· 28 % ungewolltem Kontakt zu pornografischen Inhalten.“1
Besonders problematisch ist der schulische Kontext: Da laut Jugend-Internet-Monitor[2] Microsoft Teams erstmals unter den beliebtesten Apps österreichischer Jugendlicher rangiert, verschmelzen schulische und private Räume, wodurch Risiko-Kontaktzonen in schulische Kommunikation hineinreichen.[3]
Auch algorithmisch verstärkte Funktionen wie Instagram-Reels oder YouTube-Shorts steigern Nutzungsintensität und Abhängigkeit: bspw. nutzen 39% Snapchat-Flammen täglich; 36% betrachten Insta-Reels täglich. Damit steigt die Erreichbarkeit durch Täter und die Gefahr von Grooming-Ansprache in Echtzeit.
Angesichts dieser Daten besteht dringender Handlungsbedarf im Bereich der Kriminalprävention, Schulpartnerschaft und psychosozialen Unterstützung.
In diesem Zusammenhang richtet die unterfertigte Abgeordnete an den Bundes-minister für Inneres nachstehende
Anfrage
a. Sind diese bundesweit erreichbar?
a. Wenn ja, wie ist das Monitoring ausgestaltet?
b. Wenn nein, ist ein solches in Planung?