4689/J XXVIII. GP
Eingelangt am 26.01.2026
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Anfrage
der Abgeordneten Agnes-Sirkka Prammer, Freundinnen und Freunde
an den Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus
betreffend Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Österreichs Sportstätten nach Auslaufen des Förderprogramms „Klimafitte Sportstätten“
Österreichs Sportstättenbetreiber:innen stehen seit mehreren Jahren vor enormen finanziellen und strukturellen Herausforderungen. Die gestiegenen Energiepreise infolge der Energiekrise haben die Betriebskosten vieler Sportstätten massiv erhöht. Gleichzeitig befindet sich ein erheblicher Teil der bestehenden Gebäude – insbesondere Sporthallen, Vereinsheime und Trainingszentren – in einem sanier-ungsbedürftigen Zustand. Veraltete Heiz- und Kühlsysteme auf Basis fossiler Energieträger wie Öl oder Gas, mangelnde Dämmung von Gebäudehüllen sowie energieintensive Flutlicht- und Innenbeleuchtungssysteme führen zu überdurch-schnittlich hohen Energieverbräuchen und CO₂-Emissionen. Damit kommen diese Sportstätten im doppelten Sinne teuer: Einerseits was die Betriebskosten betrifft, andererseits in Hinblick auf ihre ökologische Bilanz und Österreichs Beitrag zur Erreichung der Klimaziele.
Vor diesem Hintergrund wurde mit 3. Juli 2024 ein Förderprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz in Sportstätten gestartet, das mit einem Volumen von 56 Millionen Euro aus Mitteln für Energieeffizienz ausgestattet ist und vom Bundesministerium für Klimaschutz finanziert wird. Ziel des Programms ist es, Einsparpotenziale zu heben und gleichzeitig die laufenden Betriebskosten zu senken, indem bestehende Sportstätten klimafit gemacht werden. Gefördert werden unter anderem thermische Sanierungsmaßnahmen, der Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme, die Umstellung auf energieeffiziente Beleuchtung sowie die Optimierung von Wärme- und Kälteversorgung. Auch Dach- und Fassaden-begrünungen sowie außenliegender Sonnenschutz sind bei thermischer Sanierung förderfähig. Die Förderung erfolgt in Form von Investitionszuschüssen von bis zu 50 Prozent der förderungsfähigen Kosten. Pro Projekt sind maximal 2,2 Millionen Euro bei einer Mindestinvestitionssumme von 10.000 Euro möglich.
Dieses Programm ist zeitlich befristet und läuft nur noch bis zum 31. Dezember 2025. Danach ist keine Fortführung vorgesehen, es wird also de facto von der neuen Regierung eingestellt. Damit fehlt zukünftig ein wirksames Instrument zur Förderung der freiwilligen und kostensparenden Ökologisierung.
Gerade angesichts der weiterhin angespannten Energie- und Budgetlage vieler Sportvereine, Gemeinden und Betreiber:innen von Sportinfrastruktur stellt sich daher die Frage, welche Maßnahmen künftig gesetzt werden, um die begonnenen Schritte in Richtung Energieeffizienz und langfristiger Kostenreduktion im Sportstättenbereich aufrechtzuerhalten und weiterzuführen.
Die unterfertigenden Abgeordneten stellen daher folgende
1. Wie viele Anträge im Rahmen des Förderprogramms „Klimafitte Sportstätten“ wurden seit dem Start am 3. Juli 2024 bis dato eingebracht und wie viele davon wurden bereits genehmigt?
2. Wie hoch ist das bisher gebundene bzw. ausbezahlte Fördervolumen aus dem insgesamt 56 Millionen Euro umfassenden Budget?
3. Welche Arten von Maßnahmen (z. B. thermische Sanierung, Heizungstausch, LED-Umstellung, Dach- oder Fassadenbegrünung etc.) wurden bislang am häufigsten gefördert?
4.
Liegen dem Ministerium bereits Evaluierungen oder
Zwischenergebnisse zur Wirksamkeit des Programms (insbesondere in Bezug auf
Energieeinsparungen und CO₂-Reduktionen) vor?
4.1. Wenn ja, wie lauten die wesentlichen Ergebnisse?
4.2. Wenn nein, sind solche Evaluierungen geplant?
5.
Ist beabsichtigt, dieses Förderprogramm oder
ein inhaltlich ähnliches Nachfolgeprogramm über den 31.12.2025 hinaus
fortzuführen?
5.1. Wenn ja, in welcher Form, mit welchem zeitlichen Horizont und mit welchem
budgetären Rahmen?
5.2. Wenn nein, in welcher Form wird stattdessen der Beitrag des Bereichs
„Sportstätten“ zur Erreichung der Klimaziele, zu der
Österreich insgesamt verpflichtet ist, sichergestellt?