4947/J XXVIII. GP

Eingelangt am 25.02.2026
Dieser Text ist elektronisch textinterpretiert. Abweichungen vom Original sind möglich.

Anfrage

der Abgeordneten Margreth Falkner

an den Bundesminister für Finanzen

betreffend Auflösung der Dienststelle Finanzamt Landeck/Reutte

Wie den Medien[1] zu entnehmen ist, plant das Finanzministerium, die Dienststelle Finanzamt Landeck Reutte zu trennen und den Standort Landeck mit der Dienststelle Feldkirch sowie den Standort Reutte mit der Dienststelle Innsbruck zusammenzulegen.

Die Ankündigung einer solchen Zusammenlegung hat im Tiroler Oberland für großen Unmut gesorgt. Im Raum steht, dass einmal mehr der ländliche Raum zugunsten der Zentralregionen benachteiligt und ausgedünnt werden soll. Dies ist vor allem auch deshalb unverständlich, weil eine Orientierung nach Feldkirch nicht nur eine Zusammenlegung über die Bundeslandgrenzen hinweg bedeutet, sondern im Falle eines notwendigen Beratungsgespräches auch Mautkosten für jede Fahrt durch den Arlbergtunnel zu veranschlagen sind. (Kosten lt. Website: 13 Euro pro Fahrt)[2].

Im Gegensatz zu bereits etablierten Dienststellen, die über Landesgrenzen hinweg eingerichtet sind, wie etwa die Dienststelle Bruck/Eisenstadt/Oberwart, kommt im Falle Tirols die spezielle topografische Lage hinzu. Im Falle einer Sperre des Arlbergtunnels könnte der Standort Feldkirch für die Bewohnerinnen und Bewohner der Bezirke Imst und Landeck schlicht unerreichbar sein. Auch die Fahrt über den Arlbergpass stellt aufgrund des höheren Zeitaufwands sowie oftmals wetterbedingter Sperren keine Alternative dar. Eine Sicherstellung der Beratungsmöglichkeit und des Parteienverkehrs am Standort Landeck ist daher unumgänglich.

In diesem Zusammenhang richten die unterfertigten Abgeordneten an den Bundesminister für Finanzen folgende


 

Anfrage

1)    Welche Überlegungen führten zum Entschluss, die beiden seit 2005 verbundenen Dienststellen Landeck und Reutte zu trennen?

2)    Welche Überlegungen führten zum Entschluss, den Standort Landeck an die Dienststelle Feldkirch anzugliedern?

3)    Welche Überlegungen führten zum Entschluss, den Standort Reutte an die Dienststelle Innsbruck anzugliedern?

4)    Mit welchem Stichtag soll die Neugliederung der Dienststellen vollzogen werden?

5)    Welche Auswirkungen sind für die Bürgerinnen und Bürger der Bezirke Landeck, Imst und Reutte zu erwarten?

a.    Was ändert sich für die Bürgerinnen und Bürger konkret, um ihre Finanzangelegenheiten zu erledigen?

b.    Was ändert sich für Unternehmen konkret, um ihre Finanzangelegenheiten zu erledigen?

6)    Welche Vorbereitungen müssen die Bürgerinnen und Bürger der betroffenen Bezirke im Hinblick auf die beabsichtigte Zusammenlegung treffen?

a.    Welche Vorbereitungen müssen die Unternehmerinnen und Unternehmer der betroffenen Bezirke treffen?

7)    Welche Öffnungszeiten sind an den Standorten Landeck und Reutte im Anschluss an die Neuzuteilung geplant?

a.    Kann sichergestellt werden, dass an den Standorten Landeck und Reutte weiterhin persönliche Beratungsgespräche durchgeführt werden?

8)    Wie viele Arbeitsplätze (Vollbeschäftigungsäquivalente - unter Berücksichtigung von Teilzeit, Ausübung von Sonderfunktionen, Dauerkrankenständen, Dauerzuteilungen zu anderen Stellen, Karenz) weisen die Dienststellen Landeck und Reutte mit Stichtag 15.2.2026 auf?

a.    Ist sichergestellt, dass diese Arbeitsplätze an den Standorten Reutte und Landeck erhalten bleiben?



[1] https://www.tt.com/artikel/30927700/tirol-verliert-finanzamt-bund-schiebt-landeck-ins-laendle-ab, abgerufen am 13.02.2026

[2] https://shop.asfinag.at/de/maut-produkte/digitale-streckenmaut/1-fahrt-s-16-arlbergtunnel abgerufen am 13.02.2026