5166/J XXVIII. GP
Eingelangt am 06.03.2026
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ANFRAGE
des Abgeordneten Manuel Litzke, BSc
an die Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung
betreffend Psychische Belastung von Studenten an der IMC Hochschule Krems – Corona-Spätfolgen, Studienbedingungen und die Verantwortung des Wissenschaftsministeriums
Das im Herbst 2025 veröffentlichte „Mental Health Barometer“ der Plattform Instahelp und der App Studo zeigt einen alarmierenden Zustand der psychischen Gesundheit von Studenten in Österreich.[1] Mehr als 56 Prozent der Befragten geben an, sich psychisch „weniger gut“ oder „schlecht“ zu fühlen – der schlechteste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2021.[2]
Zwei Drittel der Studenten fühlen sich durch ihr Studium stark oder sehr stark belastet. Als Hauptursachen werden Prüfungsdruck, hoher Arbeitsaufwand sowie finanzielle Sorgen genannt. Diese Entwicklungen betreffen auch Studenten an der IMC Hochschule Krems und werfen grundlegende Fragen zu Studienorganisation, Betreuung, Nachwirkungen der Corona-Politik sowie zur Verantwortung des Wissenschaftsministeriums auf.
Insbesondere die massiven Einschränkungen während der Corona-Zeit – wie der monatelange Entfall von Präsenzlehre, soziale Isolation und fehlende Planbarkeit – scheinen bis heute nachzuwirken. Eine umfassende Aufarbeitung dieser Spätfolgen für Studenten an den einzelnen Universitäten ist bislang ausgeblieben.
In diesem Zusammenhang richtet der unterfertigte Abgeordnete an die Bundes-ministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung nachstehende
Anfrage
1. Welche konkreten Erkenntnisse liegen Ihrem Ministerium zur psychischen Belastung von Studenten an der IMC Hochschule Krems vor?
2. Wie hat sich nach Kenntnis Ihres Ministeriums die psychische Verfassung der Studenten an der IMC Hochschule Krems seit dem Jahr 2021 entwickelt?
3. Sieht Ihr Ministerium einen Zusammenhang zwischen den Corona-Maßnahmen (Lockdowns, Distanzlehre, Zugangsbeschränkungen, soziale Isolation) und der aktuellen psychischen Belastung von Studenten an der IMC Hochschule Krems?
4. Wurden spezifische Evaluierungen oder Studien zu den psychischen Langzeitfolgen der Corona-Zeit für Studenten an der IMC Hochschule Krems durchgeführt?
a. Wenn ja, mit welchen Ergebnissen?
b. Wenn nein, warum nicht?
5. Welche Verantwortung übernimmt Ihr Ministerium für die Einschränkungen des Studien- und Campuslebens an der IMC Hochschule Krems während der Corona-Zeit?
6. Wie beurteilt Ihr Ministerium die derzeitige Studienorganisation, Prüfungsdichte und Leistungsanforderungen an der IMC Hochschule Krems im Hinblick auf die psychische Belastung der Studenten?
7. Inwieweit tragen aus Sicht Ihres Ministeriums verschärfte Prüfungsordnungen, verschulte Studienpläne und mangelnde Flexibilität im Studium an der IMC Hochschule Krems zur Überforderung der Studenten bei?
8. Welche Rolle spielen steigende Lebenshaltungs- und Wohnkosten im Umfeld der IMC Hochschule Krems für die mentale Gesundheit der Studenten?
9. Wie viele Studenten an der IMC Hochschule Krems müssen nach Kenntnis Ihres Ministeriums neben dem Studium einer oder mehreren Erwerbstätigkeiten nachgehen?
10. Welche Maßnahmen wurden seitens Ihres Ministeriums gesetzt, um Studenten an der IMC Hochschule Krems finanziell zu entlasten?
11. Wie erklären Sie sich, dass viele Studenten an der IMC Hochschule Krems kaum Zeit für Erholung oder psychische Gesundheitsvorsorge haben?
12. Inwieweit sieht Ihr Ministerium einen Zusammenhang zwischen zunehmender Politisierung und Ideologisierung des Hochschulbetriebs (z. B. Gender-, Diversity- oder Klima-Programme) an der IMC Hochschule Krems und zusätzlichem Stress für Studenten?
13. Welche konkreten psychologischen Unterstützungs- und Beratungsangebote werden den Studenten an der IMC Hochschule Krems derzeit angeboten?
14. In welchem Ausmaß werden diese Unterstützungsangebote durch Mittel des Wissenschaftsministeriums finanziert?
15. Wie hoch waren die vom Wissenschaftsministerium aufgewendeten Mittel für psychologische Unterstützungsangebote an der IMC Hochschule Krems in den Jahren 2020 bis 2025 jeweils?
16. Wie beurteilt Ihr Ministerium die Tatsache, dass nur ein geringer Teil der Studenten offen über psychische Probleme sprechen kann?
a. Welche Maßnahmen werden hier konkret gesetzt?
17. Welche konkreten Maßnahmen plant Ihr Ministerium, um die psychischen Belastungen von Studenten an der IMC Hochschule Krems nachhaltig zu reduzieren?
18. Welche Maßnahmen sind konkret geplant, um an der IMC Hochschule Krems die psychische Belastung der Studenten zu reduzieren?
[1] https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20260126_OTS0004/mental-health-barometer-2025-studium-macht-krank-weibliche-studierende-besonders-betroffen (aufgerufen am 30.01.2026)
[2] https://kurier.at/wissen/gesundheit/psyche-studierende-druck-stress-belastung-studium/403124288 (aufgerufen am 30.01.2026)