5239/J XXVIII. GP

Eingelangt am 10.03.2026
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ANFRAGE

 

des Abgeordneten Thomas Spalt

an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft

betreffend Folgeanfrage zu 4045/J „Kosten von Totschnigs Reise zur Klimakonferenz“

 

 

Die Beantwortung der parlamentarischen Anfrage betreffend „Kosten von Totschnigs Reise zur Klimakonferenz" (4045/J)[1] ist nichts weniger als eine Farce. Angesichts der aktuellen Sparvorgaben und der klimapolitischen Appelle der Bundesregierung an die Bevölkerung erscheint die Durchführung dieser Reise erklärungsbedürftig. Die bisher nur lückenhaft kommunizierten Kosten werfen Fragen zur Verhältnismäßigkeit auf. Im Sinne der Glaubwürdigkeit und Transparenz gegenüber den Steuerzahlern wäre eine lückenlose Aufarbeitung der Ausgaben wünschenswert.

 

 

In diesem Zusammenhang richtet der unterfertigte Abgeordnete an den Bundes-minister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft nachstehende

 

Anfrage

 

  1. Liegt die Endabrechnung der Botschaft in Brasilia bezüglich der entstandenen Kosten mittlerweile vor?
    1. Wenn ja, seit wann?
    2. Wenn ja, wie hoch waren die Gesamtkosten der Reise des Ministers und seiner Delegation zur Klimakonferenz in Belém? (Bitte um Aufschlüsselung nach Unterkunft, Verpflegung, Transport vor Ort sowie sonstige Nebenkosten)

                                                              i.      Welche Kategorie hatten die Unterkünfte, die für die Reise gebucht wurden?

    1. Wenn nein, bis zu welchem Datum ist die endgültige Abrechnung vorgesehen?
  1. Wurden für den Transport vor Ort externe Dienstleister (lokale Reisebüros, Limousinenanbieter o.Ä.) beauftragt?
  2. Welche konkreten Ergebnisse konnte der Minister durch seine Teilnahme erzielen?
  3. Welche spezifischen Fachabteilungen waren durch die Fachexperten vertreten? (Bitte um Auflistung der jeweiligen Expertise)
  4. Hat sich Ihr Ministerium vorab informiert, ob eine digitale Teilnahme möglich ist?
  5. Hat sich Ihr Ministerium im Vorfeld oder während der der Konferenz aktiv für die Schaffung hybrider Teilnahmemöglichkeiten eingesetzt, um künftige Reisen zu reduzieren?
  6. Bestätigen Sie, dass die genannte CO2-Menge von 27,878 Tonnen ausschließlich die 11 Mitglieder Ihrer Delegation betrifft und die weiteren Abgeordneten aus Österreich hierin nicht enthalten sind?
  7. Welche konkreten Beschlusspunkte der COP30[2] gehen auf direkte Interventionen oder Initiativen der Delegation Ihres Ministeriums zurück? (Bitte um Nennung der entsprechenden Absätze)


[1]    Anfrage: https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/AB/3553

Beantwortung: https://www.parlament.gv.at/gegenstand/XXVIII/AB/3553 (aufgerufen am 30.01.2026

[2]   https://unfccc.int/sites/default/files/resource/cma2025_L24_adv.pdf (aufgerufen am 30.01.2026)