5456/J XXVIII. GP

Eingelangt am 27.03.2026
Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich.

ANFRAGE

 

des Abgeordneten Mag. Dr. Martin Graf

an die Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung

betreffend Transparenz bei der Berufung von US-amerikanischen Wissenschaftlern

 

 

Die Politik des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump veranlasste die Regierung, „ein starkes Zeichen der internationalen Solidarität“ zu setzen. Als Folge wurde im Ministerrat ein „Perspektivenpaket für internationale Forscher, Lehrende und Studierende“ beschlossen.[1]

 

Dieses beinhaltet beispielsweise:

 

Diese Maßnahmen gelten für Personen, die in den letzten 24 Monaten in den USA wissenschaftlich tätig waren, und sind laut Bundeskanzleramt eine Reaktion auf die „Eingriffe in die Forschungsfreiheit in den USA1.

 

Auf Science.apa.at heißt es hierzu:

 

„Die Hochschulen haben befristet bis 30. September 2026 die Möglichkeit bekommen, verstärkt Professorinnen und Professoren aus den USA ohne langwierige Ausschreibung aufnehmen zu können. Außerdem hat die Akademie der Wissenschaften (ÖAW) im Rahmen des Nachwuchsprogramms APART mit je 500.000 Euro dotierte Stipendien für je 48 Monate an 25 Postdocs aus den USA vergeben.“[2]

 

 

In diesem Zusammenhang richtet der unterfertigte Abgeordnete an die Bundes-ministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung nachstehende


Anfrage

 

1.    Wie viele Personen, die in den letzten 24 Monaten in den USA wissenschaftlich tätig waren, wurden seit Einführung der genannten Programme insgesamt an österreichischen Universitäten aufgenommen?

a.    Wie viele davon sind Professoren, Postdoktoranden und wissen-schaftliche Mitarbeiter?

2.    An welchen österreichischen Universitäten sind diese Personen tätig? (Bitte um Aufschlüsselung nach Professoren, Postdoktoranden, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Universität)

a.    In welchen wissenschaftlichen Fachbereichen sind die aufgenommenen Professoren tätig?

b.    In welchen wissenschaftlichen Fachbereichen sind die aufgenommenen Postdoktoranden tätig?

c.    In welchen wissenschaftlichen Fachbereichen sind die aufgenommenen wissenschaftlichen Mitarbeiter tätig?

3.    Wie viele dieser Positionen wurden über das APART-USA-Programm der ÖAW finanziert und wie viele direkt durch die Universitäten?

4.    Handelt es sich bei den „Personen, die in den letzten 24 Monaten in den USA wissenschaftlich tätig waren, ausschließlich um US-amerikanische Staats-bürger?

a.    Wenn nein, welche Staatsbürgerschaften sind unter diesen Personen vertreten? (Bitte um Aufschlüsselung nach Universitäten und Fach-richtungen)

b.    Welche Staatsbürgerschaften haben die Professoren, die in den letzten 24 Monaten in den USA wissenschaftlich tätig waren?

c.    Welche Staatsbürgerschaften haben die wissenschaftlichen Mitarbeiter, die in den letzten 24 Monaten in den USA wissenschaftlich tätig waren?

d.    Welche Staatsbürgerschaften haben die Postdoktoranden, die in den letzten 24 Monaten in den USA wissenschaftlich tätig waren?



[1]   https://services.bundeskanzleramt.gv.at/newsletter/bka-medien-newsletter/innenpolitik/bka-medieninformation-21-05-2025-2.html (aufgerufen am 04.03.2026)

[2]   https://science.apa.at/power-search/7811717241256201680 (aufgerufen am 04.03.2026)