5519/J XXVIII. GP
Eingelangt am 30.03.2026
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ANFRAGE
der Abgeordneten Rosa Ecker, MBA
an die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumenten-schutz
betreffend Altersarmut im Jahr 2025
Armut und insbesondere Altersarmut ist auch in Österreich ein relevantes soziales Problem. Laut aktuellen Daten der EU-SILC-Erhebung[1] waren 2024 rund 14,3% der Bevölkerung bzw. etwa 1,29 Millionen Menschen von Armutsgefährdung betroffen. Frauen sind dabei häufiger betroffen als Männer: Insgesamt gelten etwa 666.000 Frauen und 518.000 Männer als armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Besonders im Alter zeigt sich ein erhöhtes Risiko, vor allem bei alleinlebenden älteren Frauen, da sie aufgrund niedrigerer Pensionen, Teilzeitbeschäftigung oder Erwerbsunterbrechungen häufiger ein geringeres Einkommen haben. Altersarmut betrifft daher vor allem ältere Frauen und Menschen mit niedrigen Pensionen und stellt eine zentrale sozialpolitische Herausforderung dar.[2]
In diesem Zusammenhang richtet die unterfertigte Abgeordnete an die Bundes-ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz nachstehende
Anfrage
1. Welche konkreten Maßnahmen wurden bisher von Ihrem Ministerium gesetzt, um die Altersarmut zu minimieren?
2. Welche konkreten Maßnahmen werden zukünftig gesetzt, um die Altersarmut zu minimieren?
a. Wann kann mit der konkreten Umsetzung dieser Maßnahmen gerechnet werden?
3. Welche konkreten Maßnahmen wurden bisher gesetzt, um speziell die Frauenaltersarmut zu minimieren?
4. Welche konkreten Maßnahmen werden zukünftig gesetzt, um speziell die Frauenaltersarmut zu minimieren?
a. Wann kann mit der konkreten Umsetzung dieser Maßnahmen gerechnet werden?
5. Wie viele Personen beziehen in Österreich mit Stand Dezember 2025 eine Pension? (Bitte um geschlechtsspezifische Aufschlüsselung)
6. Wie viele Personen beziehen in Österreich mit Stand Dezember 2025 eine Ausgleichszulage? (Bitte um geschlechtsspezifische Aufschlüsselung)
7. Wie viele Personen sind in Österreich mit Stand Dezember 2025 armutsgefährdet? (Bitte um geschlechtsspezifische Aufschlüsselung)
a. Wie viele davon sind Pensionisten? (Bitte um geschlechtsspezifische Aufschlüsselung)
8. Wie viele Personen sind in Österreich von „erheblicher materieller Deprivation" betroffen?
a. Wie viele davon sind Pensionisten? (Bitte um geschlechtsspezifische Aufschlüsselung)
9. Wie hoch waren im Jahr 2025 die Anzahl und der Anteil derjenigen, die 65 Jahre und älter sind und über ein Einkommen auf oder unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze verfügen? (Bitte um geschlechtsspezifische Aufschlüsselung)
10. Wie hoch waren im Jahr 2025 die Anzahl und der Anteil von alleinstehenden Personen im Alter über 65 Jahren mit einem Einkommen auf oder unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze? (Bitte um geschlechtsspezifische Aufschlüsselung)
11. Mit welchen anderen Ministerien und/oder Organisationen ist Ihr Ministerium bzgl. Minimierung der Altersarmut in Austausch?
a. Welche Ministerien/Organisationen sind in die Zusammenarbeit involviert?
b. Wie ist der aktuelle Stand dieser Zusammenarbeit?