5579/J XXVIII. GP
Eingelangt am 01.04.2026
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ANFRAGE
des Abgeordneten Mag. Harald Schuh
an die Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung
betreffend ALIF und der Moscheebau in Freistadt
Die Austria Linz Islamische Föderation (ALIF) ist eine anerkannte Kultusgemeinde der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ). Sie fungiert als Dach-organisation für 13 Moscheegemeinden in Oberösterreich und Salzburg, betreut muslimische Bürger in religiösen sowie sozialen Belangen und ist im Vereinsregister als Dachverband eingetragen (ZVR-Zahl 954093024).
ALIF möchte in Freistadt auf dem Grundstück ihres aktuellen Vereinshauses eine Moschee errichten und lud daher am 27. März 2026 zu einer Informations-veranstaltung ein. Statt dem bisherigen einstöckigen Gebäude des Vereins in Zentrumsnähe soll nun die Nutzfläche durch Tiefgarage und fünfstöckigen Aufbau mehr als verdreifacht werden.
Auf konkrete Nachfrage wurde durch Vertreter von ALIF bekanntgegeben, dass die nachhaltige Weigerung von Männern, Frauen die Hand zu schütteln, in ihrer Religion begründet und somit im Sinne der Religionsfreiheit hinzunehmen ist. Auch die geplanten Gebetsräume sind geschlechterspezifisch getrennt. Die Finanzierung des Moscheeneubaus erfolge neben eigenen Spenden und Sponsoren auch durch „europäische Freunde“.
In diesem Zusammenhang richtet der unterfertigte Abgeordnete an die Bundes-ministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung nachstehende
Anfrage
1. Welche Maßnahmen setzen Sie als Frauenministerin, wenn staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften aus religiösen Gründen für Männer den Handschlag mit weiblichen Personen verweigern?
a. Welche Maßnahmen haben Sie diesbezüglich bereits gesetzt?
2. Ist die Weigerung von Männern, aus religiösen Gründen einer Frau die Hand zu geben, von der Religionsfreiheit gedeckt oder wird diese von der gesetzlichen Vorgabe der Gleichberechtigung überlagert?
3. Akzeptieren Sie es als Frauenministerin, wenn Ihnen jemand rein aus religiösen Gründen aufgrund Ihres Geschlechts den Handschlag verweigert?
4. Welche Maßnahmen werden Sie als Frauenministerin setzen, da die islamisch-kulturellen Gepflogenheiten die Errungenschaften rund um Frauenrechte und Gleichberechtigung in Österreich massiv konterkarieren? (Bitte um Aufschlüsselung nach Maßnahme und Zeitpunkt der Umsetzung