5809/J XXVIII. GP

Eingelangt am 13.04.2026
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ANFRAGE

 

der Abgeordneten Mag. Katayun Pracher-Hilander

an die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumenten-schutz

betreffend Masern-Mumps-Röteln-Impfstatus von in Österreich lebenden ukrainischen Staatsbürgern im Zeitraum 2015 bis 2025

 

 

Im Kurzbericht „Masern 2024 – Evaluierung der Masern Durchimpfungsraten bei einem dynamischen agentenbasierten Simulationsmodell, Version 1.0“[1] des Bundes-ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz wird dargestellt, dass sich die Durchimpfungsraten in einzelnen Altersgruppen – insbesondere bei Kindern bis zu zwei Jahren – im Vergleich zu den Vorjahren verbessert haben.

 

Gleichzeitig wird festgehalten, dass die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Zielwert empfohlene Durchimpfungsrate von 95% derzeit nicht in allen relevanten Altersgruppen erreicht wird.

 

Vor diesem Hintergrund besteht Interesse an einer differenzierten Darstellung des aktuellen Impfstatus nach Staatsangehörigkeit.

 

 

In diesem Zusammenhang richtet die unterfertigte Abgeordnete an die Bundes-ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz nachstehende

 

Anfrage

 

1.    Wie hoch ist die Durchimpfungsrate der ersten und zweiten Dosis der Masern-Mumps-Rötel-Impfung (MMR) bei in Österreich lebenden ukrainischen Staats-angehörigen im Zeitraum 2015 bis 2025? (Bitte um jährliche Aufschlüsselung)

2.    Wie differenziert sich die Durchimpfungsrate beziehungsweise der Impfstatus innerhalb dieser Bevölkerungsgruppe nach Altersgruppen?

3.    Welche Impflücken bestehen aktuell in dieser Bevölkerungsgruppe hinsichtlich der ersten beziehungsweise zweiten MMR-Impfung?

4.    Erfolgt eine routinemäßige Erhebung und Auswertung der MMR-Durchimpfungsraten nach Staatsangehörigkeit?

a.    Falls ja, auf welcher Datengrundlage erfolgt diese Erhebung und inwieweit werden diese Daten im Rahmen epidemiologischer Analysen, insbesondere zur Bewertung von Ausbruchsgeschehen und zur Einschätzung epidemiologischer Entwicklungen herangezogen?

b.    Falls nein, aus welchen Gründen erfolgt keine entsprechende Erhebung oder Auswertung?



[1]    https://www.sozialministerium.gv.at/dam/jcr:04d0e207-6564-4bef-add1-c6d3b03f66f4/Kurzbericht_Masern_2024_Version_1.0_%C3%96sterreich.pdf (aufgerufen am 09.03.2026)