6524/J XXVIII. GP
Eingelangt am 07.07.2026
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ANFRAGE
des Abgeordneten Mag. Gerhard Kaniak
an die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumenten-schutz
betreffend Drohende Leistungseinschränkungen und Finanzierung der Österreichischen Gesundheitskasse
In einem Medienbericht wurde über die angespannte finanzielle Lage der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) berichtet. Demnach wird für die kommenden Jahre mit erheblichen Defiziten gerechnet. Im Zuge der öffentlichen Debatte wurde zudem die Auffassung vertreten, dass angesichts der finanziellen Situation künftig nicht mehr sämtliche Leistungen uneingeschränkt und jederzeit erbracht werden könnten. Darüber hinaus wurden unter anderem höhere Selbstbehalte, eine stärkere Patientenlenkung sowie strukturelle Reformen im Gesundheitswesen als mögliche Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzlage thematisiert.[1]
Die Aussicht auf mögliche Leistungseinschränkungen oder zusätzliche finanzielle Belastungen sorgt bei zahlreichen Versicherten für Verunsicherung. Vor diesem Hintergrund besteht ein erhebliches öffentliches Interesse daran, welche Maßnahmen die Bundesregierung zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Gesundheits-versorgung plant und welche Auswirkungen die angespannte finanzielle Situation der Österreichischen Gesundheitskasse auf Versicherte zu erwarten sind.
In diesem Zusammenhang richtet der unterfertigte Abgeordnete an die Bundes-ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz nachstehende
Anfrage
1. Wie hoch wird das prognostizierte Defizit der Österreichischen Gesundheits-kasse in den Jahren 2026 bis 2030 jeweils sein?
2. Welche konkreten Maßnahmen plant Ihr Ressort, um dieses Defizit abzubauen?
3. Wurden Ihrem Ressort Vorschläge zur Erhöhung von Selbstbehalten oder sonstigen Kostenbeteiligungen übermittelt?
a. Wenn ja, welche konkreten Vorschläge wurden eingebracht?
a. Wenn nein, welche Leistungen könnten künftig von höheren Kosten-beteiligungen betroffen sein?
a. Wenn ja, zu welchem Ergebnis sind diese gekommen?
a. Was qualifiziert diese als solche?
17. Welche konkreten Doppelgleisigkeiten wurden im Gesundheitssystem identifiziert?
a. Wenn ja, wie hoch waren diese Kosten seit 2020? (Bitte um Aufschlüsselung nach Personengruppe und Jahr)
a. Wenn ja, zu welchen Ergebnissen kommen diese Berechnungen?
a. Wenn nein, welche Modelle werden derzeit geprüft?