6793/J XXVIII. GP

Eingelangt am 12.08.2026
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ANFRAGE

 

des Abgeordneten Dipl.-Ing. Christian Schandor

an die Bundesministerin für Landesverteidigung

betreffend Empfehlungen aus Rechnungshofberichten und der Parlamen-tarischen Bundesheerkommission

 

 

Die militärische Infrastruktur Österreichs – bestehend aus Kasernen, Truppenübungs-plätzen (TÜPI), Garnisonsübungsplätzen (GÜPI) und sonstigen Liegenschaften – ist ein zentraler Bestandteil der Einsatzfähigkeit des Bundesheeres.

 

In Rechnungshofberichten[1] sowie in den Jahresberichten der Bundesheer-Beschwerdekommission[2] wurden wiederholt bauliche Mängel, fehlende strategische Zielerreichung, sowie unzureichende Umsetzung von Empfehlungen festgestellt.

 

 

In diesem Zusammenhang richtet der unterfertigte Abgeordnete an die Bundes-ministerin für Landesverteidigung nachstehende

 

Anfrage

 

1.    Welche fünf wesentlichen Empfehlungen aus den letzten fünf Rechnungs-hofberichten zu Kasernen und Liegenschaften wurden umgesetzt?

a.    Welche davon sind noch ausständig?

2.    Welche Kernempfehlungen der Parlamentarischen Bundesheerkommission zur Verbesserung der sanitären Anlagen und der Unterkunftsqualität wurden seit 2020 bundesweit realisiert?

3.    Welche konkreten Infrastrukturmaßnahmen zur Hebung der generellen Unterkunftsqualität sind für die Jahre 2026 bis 2028 geplant?

4.    Wie stellt sich der aktuelle Stand der Zielerreichung im Aufbauplan ÖBH 2032+ im Bereich der infrastrukturellen Modernisierung (wesentliche Meilensteine) dar?

5.    Welche wesentlichen Infrastrukturinvestitionen und Modernisierungsschritte wurden seit 2020 auf den Haupttruppenübungsplätzen (Allentsteig, Bruck-neudorf, Lizum/Walchen, Seetaleralpe und Hochfilzen) vorgenommen?

6.    Wie wird der ökologische Ausgleich und der Schutz von Natura-2000-Flächen im Bereich der Truppen- und Garnisonsübungsplätze strategisch harmonisiert, ohne den notwendigen militärischen Übungsbetrieb einzuschränken?

7.    Welche Fortschritte wurden seit 2020 bei der Beseitigung von Altlasten und Kampfmittelrückständen auf militärisch genutzten Übungsplätzen erzielt und welche finanziellen Mittel wurden dafür aufgewendet?

8.    Inwieweit ist die bestehende Kasernen-, Flugplatz- und Werkstätteninfrastruktur bereits für den Zulauf des geplanten Großgeräts (wie u.a. Pandur Evolution, Leonardo M-346, Embraer C-390, neue LKW-Flotten und Drohnensysteme) vorbereitet?

9.    Welche spezifischen Neubau- oder Anpassungsmaßnahmen (z. B. Hangars, Werkstätten, Garagen) sind für die Stationierung dieses neuen Großgeräts zwingend erforderlich, und wie sieht der diesbezügliche Zeitplan für die Umsetzung aus?



[1]    https://www.rechnungshof.gv.at/rh/home/home/Beschaffungsplanung_O-BH.pdf (aufgerufen am 10.06.2026)

[2]    https://www.parlament.gv.at/services/bundesheerkommission/index.html (aufgerufen am 10.06.2026)