6800/J XXVIII. GP
Eingelangt am 17.08.2026
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ANFRAGE
des Abgeordneten Mag. Gerhard Kaniak
an die Bundesministerin für Landesverteidigung
betreffend Ungleichbehandlung bei der Verleihung der COVID-19-Erinnerungs-medaille an Milizsoldaten im Befehlsbereich 9
Als Zeichen der Anerkennung für den Dienst im Zuge der Corona-Krise stiftete das Bundesministerium für Landesverteidigung die als Auszeichnung für all jene Bedienstete und Dienstleistenden, welche sich im Rahmen von Assistenzeinsätzen, Unterstützungsleistungen oder im regulären Dienstbetrieb besonders eingebracht hatten. Die offizielle Intention des Ressorts war dabei laut einschlägigen Publikationen darauf ausgerichtet, sowohl ressortinternes Personal – explizit inklusive der Angehörigen der Miliz – als auch ressortexternes Personal gleichermaßen für deren Einsatz zu würdigen.[1]
Trotz dieser klaren ministeriellen Vorgaben kam es bei der Vergabe der Medaillen in der Praxis zu einem uneinheitlichen Vollzug. Berichten und schriftlichen Eingaben von betroffenen Kameraden zufolge wurden im Befehlsbereich 9 (MilKdo V) jene Milizsoldaten, die im Jahr 2020 im Rahmen der ersten Teilmobilmachung der Zweiten Republik ihren Einsatzpräsenzdienst (EPD) leisteten, von der Verleihung ausgeschlossen. Seitens der damals zuständigen Stelle im MilKdo V wurde dies damit begründet, dass Milizsoldaten keine „Ressortangehörigen“ im Sinne der Verleihungs-richtlinien darstellen würden – eine Rechtsansicht, die im Widerspruch zur Handhabung in anderen Militärkommanden stand und steht.
Diese selektive Vergabepraxis innerhalb der Streitkräfte ist sachlich nicht nachvollziehbar und stellt eine ungerechtfertigte Benachteiligung der erbrachten Leistungen dieser Milizsoldaten dar. Die Miliz bildet eine fundamentale Säule der Umfassenden Landesverteidigung, weshalb eine Ungleichbehandlung von Soldaten allein aufgrund ihrer regionalen Zuordnung zum Befehlsbereich 9 den Grundsatz der Gleichbehandlung verletzt und dem Prinzip der Kameradschaft widerspricht. Wenn bundesweit – wie ressortintern proklamiert - rund 25.000 Medaillen beschafft wurden, darf der Dank nicht an lokalen, eigenwilligen Auslegungen einzelner Dienststellen scheitern.
In diesem Zusammenhang richtet der unterfertigte Abgeordnete an die Bundes-ministerin für Landesverteidigung nachstehende
Anfrage
[1] https://www.truppendienst.com/beitraege/2022/die-covid-19-erinnerungsmedaille-1 (aufgerufen am 03.07.2026)