6841/J XXVIII. GP
Eingelangt am 02.09.2026
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ANFRAGE
der Abgeordneten Dr. Dagmar Belakowitsch
an die Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumenten-schutz
betreffend Verdacht auf Bevorzugung und Vorreihung für einen OP-Termin im Orthopädischen Spital Speising
Das österreichische Gesundheitssystem steht seit Jahren unter erheblichem Druck, was sich insbesondere in immer längeren Wartezeiten auf notwendige und schmerzlindernde Operationen niederschlägt. Gerade im Bereich der Orthopädie müssen Patienten oft viele Monate auf einen chirurgischen Eingriff warten. Das fundamentale Versprechen des öffentlichen Gesundheitssystems besteht darin, dass die medizinische Versorgung und die Vergabe von Operationsterminen ausnahmslos nach medizinischer Dringlichkeit und objektiven Kriterien erfolgen – und nicht nach Status, Bekanntheit oder Parteibuch.
Aussagen von Mitarbeitern des Orthopädischen Spitals Speising zufolge wurde der Vater von Vizekanzler Andreas Babler im Sommer in diesem Krankenhaus operiert, was klinikintern und unter wartenden Mitpatienten auf Unmut stieß, denn er soll auffallend rasch und – ohne die sonst übliche Wartezeit einhalten zu müssen – für einen Operationstermin vorgereiht worden sein, wodurch sämtliche geltenden Transparenz- und Reihungsregeln außer Kraft gesetzt würden.
Die SPÖ und insbesondere SPÖ-Chef und Vizekanzler Babler inszenieren sich gern als Kämpfer gegen die „Zwei-Klassen-Medizin“ und haben beispielsweise auch im Nationalratswahlkampf 2024 mit Slogans wie „e-card statt Kreditkarte“ geworben. Sollte es sich mit der OP des Vaters von Vizekanzler Babler tatsächlich so zugetragen haben, wie mehrere Mitarbeiter des Orthopädischen Spitals Speising bestätigen, offenbart dieses Vorgehen eine unerträgliche Doppelmoral und erschüttert einmal mehr nicht nur die Glaubwürdigkeit des Vizekanzlers persönlich, sondern seiner ganzen Partei.
Darüber hinaus wäre es ein unfassbarer Skandal und ein Affront gegenüber allen anderen Patienten, die oft monatelang, trotz schwerer Schmerzen, auf einen Operationstermin warten müssen.
In diesem Zusammenhang richtet die unterfertigte Abgeordnete an die Bundes-ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz nachstehende
Anfrage
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