7035/J XXVIII. GP
Eingelangt am 30.09.2026
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Anfrage
der Abgeordneten Elisabeth Götze, Lukas Hammer, Freundinnen und Freunde
an den Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
betreffend Welchen Zukunftsplan haben Sie für den Augarten?
Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft und das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus kündigen gemeinsam mit der Burghauptmannschaft Veränderungen für den Augarten in Wien Leopoldstadt an. Dabei hat bis 10.9.2026 eine Online-Umfrage stattgefunden, am 13.10.2026 wird zu einem „Zukunftsdialog Augarten“ mit zwei Infoveranstaltungen eingeladen.[1]
Auf der Website wird der Augarten vom Wirtschaftsminister als „weit mehr als eine historische Parkanlage“ bezeichnet, der Augarten sei ein wichtiger Standortfaktor. Gezielte Investitionen sollen laut Wirtschaftsminister „Impulse für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich“ setzen. Der Landwirtschaftsminister will den Augarten „als lebendigen Teil unseres grünen Kulturerbes weiterentwickeln.“
Laut OTS ist die Erarbeitung eines „umfassenden Arealentwicklungskonzepts“ geplant.[2] Zu den Informationsveranstaltungen im Oktober können sich Bürger:innen online anmelden, die „per Zufallsprinzip zur Teilnahme“ ausgewählt werden. Bis zum 1.1.2030 soll dann die Umsetzungsphase folgen.[3]
Abgesehen von der aktuell laufenden Generalsanierung des Atelier Augarten gibt es keine näheren Informationen zu den geplanten „Impulsen“ und „Weiterent-wicklungen“.
Die unterfertigenden Abgeordneten stellen daher folgende
1) Welche konkreten Pläne und Zielsetzungen liegen den angekündigten Veränderungen des Augartens zugrunde?
2) Gibt es bereits konkrete Projekte in Vorbereitung? Wenn ja, welche, mit welchem Zeithorizont und mit welchen Vertragspartnern?
3) Wurden bereits Planungsaufträge an externe Partner ausgeschrieben oder in Auftrag gegeben? Sofern diesbzgl. bereits Zwischenergebnisse oder Ergebnisse vorliegen, bitte um inhaltliche Information.
4) Kann ausgeschlossen werden, dass Eventzonen, etwa für Zeltfeste, geplant werden?
5) Sind weitere Versiegelungen geplant? Wenn ja, in welchen Bereichen?
6) Sind Baumfällungen geplant? Wenn ja, in welchen Bereichen?
7) Wann werden bestehende Sportflächen für die Allgemeinheit geöffnet?
8) Ist eine Sanierung sämtlicher Sportflächen (also auch des Volleyballplatzes) geplant? Wenn ja, welchen Zeithorizont gibt es dafür?
9) Gibt es Pläne zum Flakturm (zB zur Nutzung für antifaschistisches Gedenken, als Anti-Kriegsdenkmal oder andere kulturelle Nutzungen; Nutzung für Fotovoltaik oder als Energiespeicher)? Wenn ja, welche?
10) Gibt es ein umfassendes Konzept zum Erhalt des Augartens als Natur- und Erholungsraum, vor allem auch im Kontext mit der dramatischen Überhitzung der Stadt?
11) Welche Maßnahmen zur Klimawandelanpassung werden als notwendig erachtet? Wie ist der Planungsstand?
12) Welche Maßnahmen zum Schutz des Baumbestandes werden als notwendig erachtet? Wie ist der Planungsstand?
13) Welche Ergebnisse brachte die mit 10.9.2026 abgeschlossene Online-Umfrage? (Bitte listen Sie nach Fragestellung konkret auf.)
14) Wurden Anrainer:innen des Augartens auf diese Umfage und auf den Zukunftsdialog besonders hingewiesen (etwa durch regional zielgerichtete Aussendungen oder Aushänge)?
15) Nach welchen Kriterien und in welcher Form werden die Teilnehmer:innen für den „Zukunftsdialog“ gelost und wer nimmt diese Losung vor?
16) Ist ein breites Bürgerbeteiligungsverfahren für Anrainer:innen bei kommenden Projekten im Rahmen der Arealentwicklung geplant?
Bitte um separate Beantwortung der einzelnen Fragen.