12.06
Abgeordnete Nicole Sunitsch (FPÖ): Sehr geehrter Herr Präsident! Geschätzte Frau Bundesministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Besucher auf der Galerie und Zuseher vor den Bildschirmen! Ganz besonders möchte ich aber heute die Delegation des BZS Traiskirchen begrüßen. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Menschen und Körper sind keine Ersatzteillager. Ein Arbeitsplatz im Ausland, ein Einkommen, eine Zukunft: Mit diesem Versprechen reist ein Mensch voller Hoffnung los und landet in den Händen von Verbrechern. Aus Hoffnung wird Angst, aus einem Versprechen wird eine Falle. Beim Organhandel geht dieses Geschäft mit der Not noch weiter. Da werden sogar Teile des menschlichen Körpers zur Ware gemacht. Für die Täter zählt nicht der Mensch, für sie zählt nur, wie viel sie an ihm verdienen können. Deshalb stimmen wir Freiheitliche diesem Strafrechtsänderungsgesetz zu.
Die Vorlage soll weitere Ausbeutungsformen erfassen. Sie schafft neue Straftatbestände gegen Organhandel und erweitert die Möglichkeiten, bestimmte im Ausland begangene Taten zu verfolgen. Wer Menschen ausbeutet, darf sich hinter keiner Grenze verstecken, und wenn ein Opfer den Mut hat, darüber zu sprechen oder auszusagen, soll kein Mensch mit seiner Angst allein sein. Opferschutz darf nicht erst nach einem Urteil beginnen. Für uns Freiheitliche ist klar: Menschlichkeit gegenüber den Opfern, Konsequenz gegenüber den Tätern!
Unsere Zustimmung ist aber kein Anlass zum Zurücklehnen, sie ist ein Arbeitsauftrag an diese Regierung. Am Ende zählt nicht, wie viele Paragrafen wir beschließen, es zählt, ob wir Menschen schützen und Täter zur Verantwortung ziehen. Die Würde eines Menschen ist nicht verhandelbar, und sie steht niemals zum Verkauf. – Danke schön. (Beifall bei der FPÖ.)
12.08
Präsident Peter Haubner: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Muna Duzdar. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte, Frau Abgeordnete.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.