13.02
Abgeordnete Mag. Gertraud Auinger-Oberzaucher (NEOS): Vielen Dank, Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ja, Kabelentgelte – das ist jetzt nicht unbedingt der Stoff, aus dem ad hoc große Soaps oder erfolgreiche Serien entstehen. Sie sind aber, und das haben die Kolleginnen und Kollegen auch schon ausgeführt, ein wichtiger Bestandteil des Einkommens von Schauspielerinnen und Schauspielern.
Der Kollege Jurist und Advokat vor mir hat bereits die Feinheiten und Paragrafen genannt, die rechtlichen Feinheiten auseinandergesetzt. Als Kultursprecherin bin ich wohl eher die Advokatin der Künstlerinnen und Künstler, der Schauspielerinnen und Schauspieler. Diese kennen wir aus vielen Filmen, aus Serien, aber kennen wir auch ihren beruflichen Alltag? Ob im Fernsehen oder beim Streamen: Wir lachen mit ihnen, wir leiden mit ihnen, wir weinen mit ihnen, es sind viele große Emotionen, die wir miteinander erleben können.
Aber: Mit dem letzten Drehtag endet für Schauspielerinnen und Schauspieler meist auch das Engagement, und wann die nächste Rolle tatsächlich kommt, ist für viele offen. Weil ein Film vielleicht auch noch Jahre, nachdem er abgedreht wurde, ein Publikum hat, wird es genau da wichtig, dass die Menschen, die ihn zu diesem großartigen Werk gemacht haben, auch wirklich am Ertrag teilhaben können. Genau dafür schafft diese Gesetzesänderung jetzt eine Rechtssicherheit, nämlich dass schauspielerische Leistungen bei der Verteilung der Erlöse auch weiterhin berücksichtigt werden.
Bei der Wiederholung und von der Wiederausstrahlung eines Films, einer Serie, entsteht aber keine neue Serie oder auch kein neuer Film. Österreich hat großartige Talente, viele Ideen und auch viele Produktionsfirmen, die große und kleine Hits schaffen können, Serien, aber auch künstlerisch sehr anspruchsvolle Filme, und genau das soll auch weiterhin gewährleistet werden, damit auch dieser Markt weiterhin bedient wird.
Genau deswegen stehen wir NEOS auch zur Investment Obligation, die es, anstatt neue Steuern zu schaffen, ermöglicht, dass große Streamer in Österreich investieren und damit auch weiterhin österreichische Produktionen lenken und finanzieren.
Wir wollen einfach, dass mehr Filme in Österreich produziert werden, damit Filmschaffende weiterhin erzählen, spielen und begeistern können, damit Produktionsfirmen auch wirklich neue Aufträge bekommen, damit Filme entstehen, die künstlerisch neue Wege gehen, weil wir alle wissen: Der Applaus ist schön, aber davon leben kann man nicht. – Danke. (Beifall bei den NEOS.)
13.04
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Werner Kogler.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.