RN/69

14.45

Abgeordneter Mag. (FH) Peter Manfred Harrer (SPÖ): Danke, Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Staatssekretärin! Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Der Tourismusbericht 2025 zeigt eindrucksvoll, dass Menschen aus aller Welt gerne zu uns kommen. Das liegt nicht nur an unseren Bergen, Seen und Landschaften. Es liegt vor allem an den Menschen, an den Betrieben, die mit ihrer täglichen Arbeit dafür sorgen, dass sich unsere Gäste bei uns wohlfühlen. Die Zahlen zeigen klar: Österreich ist und bleibt ein erfolgreiches Tourismusland.

Mit den schon erwähnten über 157 Millionen Nächtigungen und mehr als 48 Millionen Gästeankünften haben wir 2025 neue Höchstwerte erreicht. Der Tourismus trägt damit rund 6,5 Prozent zu unserer Wirtschaftsleistung bei und sichert Hunderttausende Arbeitsplätze. Das sind erfreuliche Zahlen, auf die wir alle stolz sein können, und dafür – wie schon vorhin öfter erwähnt – ein großes Danke an die Betriebe und an die Mitarbeiter. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen! Als steirischer Abgeordneter aus der Oststeiermark freut mich besonders die positive Entwicklung in meiner Heimat, der Steiermark. Die Steiermark hat im Tourismusjahr 2025 erstmals die Marke von 14 Millionen Nächtigungen überschritten und auch der Sommer war mit über 8 Millionen Nächtigungen ein voller Erfolg. Gerade in meiner Heimat, der Oststeiermark, zeigt sich, wie vielfältig und wertvoll der Tourismus für den ländlichen Raum ist. Kollege Schandor hat ja auch schon kurz darüber gesprochen. Ob bei uns im Naturpark Almenland, rund um den Stubenbergsee oder im Thermen- und Vulkanland – überall erleben wir, wie der Tourismus regionale Wertschöpfung schafft. 

Davon profitieren nicht nur die Hotels und Gasthäuser, sondern auch unsere Landwirtschaft, das Handwerk, der Handel und viele kleine Familienbetriebe; das ist die Wertschöpfungskette, die schon erwähnt wurde, denn jeder Euro, den ein Gast in unserer Region ausgibt, stärkt auch die Wirtschaft und die Arbeitsplätze vor Ort. Genau das ist für mich besonders wichtig. Erfolgreicher Tourismus muss auch bei jenen Menschen ankommen, die diesen Erfolg jeden Tag erarbeiten; einerseits bei den Betrieben, andererseits bei den Beschäftigten in der Gastronomie, bei den Reinigungskräften, den Köchinnen und Köchen und bei den vielen Menschen, die auch an den Wochenenden und Feiertagen für unsere Gäste und natürlich auch für uns da sind. Sie verdienen faire Einkommen, gute Arbeitsbedingungen und vor allem Wertschätzung. Deshalb ist es richtig, dass die Bundesregierung Maßnahmen für mehr Rechtssicherheit beim Trinkgeld, steuerliche Entlastung und bessere Rahmenbedingungen für die Betriebe gesetzt hat. 

Während die Bundesregierung den Tourismusstandort Österreich gezielt stärkt, plant leider die Landesregierung in der Steiermark unter Landeshauptmann Kunasek eine massive Erhöhung der Nächtigungsabgabe von 2,80 Euro auf 4,90 Euro. Insgesamt geht es da um 54 Millionen Euro, und das mitten in der Saison. (Abg. Ottenschläger [ÖVP]: Wien als Stadt übrigens auch!) Das sorgt für Verunsicherung, für Unmut in der Branche – und das anscheinend ist der Systemwechsel.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, unser Ziel muss sein, dass auch die nächsten Generationen in unserer Region gute Arbeitsplätze und eine lebenswerte Heimat vorfinden. Dafür brauchen wir einen Tourismus, der wirtschaftlich erfolgreich, ökologisch nachhaltig und sozial gerecht ist. Sorgen wir also gemeinsam dafür, dass dieser auch in Zukunft möglich ist! – Herzlichen Dank. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

14.49

Präsidentin Doris Bures: Nächste Rednerin: Frau Abgeordnete Daniela Gmeinbauer. 

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.