RN/107
17.58
Abgeordnete Barbara Neßler (Grüne): Danke, Herr Präsident! Ich muss Kollegen Hörl heute überraschend oft recht geben, gerade was das Thema ausländische Arbeitskräfte anbelangt, aber eines darf ich schon noch sagen: Kollege Hörl, es ist nach wie vor trotzdem so, dass in Hotellerie und Gastronomie ein Drittel der Energie aus fossilen Quellen kommt. Das heißt, man könnte beispielsweise die Parkplätze der Skigebiete mit Fotovoltaik ausstatten und so weiter. Ich glaube, Franz Klammer hat auch nicht nach dem ersten Sieg aufgehört – man kann besser werden.
Eines aber noch zum Kollegen von der FPÖ: Er erklärt so quasi, wir reden nicht mit den Leuten. Wir Grüne sind in ganz Österreich unterwegs, klopfen an Haustüren und fragen, wie es den Leuten geht. (Abg. Darmann [FPÖ]: Ja, wann habt denn ihr ...?!) Wir hetzen nicht nur auf „FPÖ-TV“ oder in Telegram-Gruppen. Eines muss ich schon sagen: Ich habe noch nie gehört, welche Vorschläge die FPÖ bringt, wie sie dieses Land weiterbringt. (Abg. Darmann [FPÖ]: Müsst ihr einmal die Ohren aufmachen! Die Scheuklappen abnehmen!) Das Einzige, was wir immer hören, ist Kulturkampf, Angst vor dem Binnen-I, wie super der Kriegstreiber Putin ist oder dass Brüssel unser Geld frisst. Was ich aber nicht gehört habe, ist: Was ist wirklich der konkrete Plan, was den Tourismus anbelangt? (Zwischenruf des Abg. Kogler [Grüne].)
Da bringt die FPÖ ernsthaft im Ausschuss einen Antrag ein, dass sie keine queeren Gäste in Österreich mehr haben wollen. (Abg. Steiner [FPÖ]: Was? Stimmt ja gar nicht! Stimmt nicht! Ich les dir den Antrag vor!) Das ist der Antrag der FPÖ, und da frage ich ganz ehrlich - - (Abg. Darmann [FPÖ]: Schon wieder unwahr! Können Sie nur mit Unwahrheiten arbeiten?) – Kollege Steiner, das beweist wieder einmal, dass Sie nicht nur mit der gesellschaftlichen Offenheit, sondern auch mit den einfachsten Grundregeln der Tourismuswirtschaft völlig überfordert sind. (Weitere Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Wer lieber seine menschenfeindlichen Feindbilder kultiviert, anstatt zu schauen, wie wir Wertschöpfung, wie wir zusätzliche Gäste zu uns ins Land bringen, demonstriert vor allem eines: erschreckend wenig wirtschaftlichen Hausverstand. (Beifall bei den Grünen.)
RN/107.1
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Diese Partei ist nicht nur wirtschaftsschädigend, sondern schlicht und ergreifend rechtsextrem und gefährlich. (Beifall bei den Grünen. – Abg. Darmann [FPÖ]: Ui, die Nächste! Herr Präsident, können wir sie wieder mit einem Ordnungsruf ausstatten? Die Partei ist rechtsextrem und gefährlich, hat sie gesagt, die gnädige Frau von links! – Abg. Stögmüller [Grüne]: Entbehrlich hat sie gesagt! – Heiterkeit bei den Grünen.)
18.00
Präsident Peter Haubner: Herr Kollege, ich lasse mir das Protokoll kommen, weil ich es wirklich nicht verstanden habe. Da heroben ist die Akustik – wir haben zuerst schon darüber geredet – sehr schlecht. Ich lasse mir das Protokoll kommen. (Abg. Stögmüller [Grüne]: Wir können es gerne wiederholen, kein Problem!)
RN/107.2
Zu einer tatsächlichen Berichtigung zu Wort gemeldet hat sich - - (Abg. Stögmüller [Grüne]: Eine rechtsextreme Partei – kann ich gerne reinschreien! Da können Sie mir gerne einen Ordnungsruf geben! – Abg. Steiner [FPÖ]: Haben Sie das gehört?)
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.