RN/115

18.16

Abgeordnete Mag. Martina von Künsberg Sarre (NEOS): Vielen Dank, Herr Präsident! Frau Ministerin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Ja, mein Kollege und Vorredner Joachim Schnabel hat es schon gut erklärt, er hat die wichtige Aufgabe der Geosphere Austria erklärt, wie relevant sie für Katastrophenvorhersagen et cetera ist – ihre Risikobewertung ist ganz wichtig –, und auch, dass wir natürlich aus diesem Bereich ganz viel lernen. Da ist die Forschung natürlich sehr, sehr wichtig. 

Wir wissen, dass Investitionen in den Forschungsbereich Investitionen mit hohem volkswirtschaftlichen Hebel sind. Wir haben starke Hochschulen, starke Forschungseinrichtungen und eine starke innovative Industrie, aber technologische Zyklen, die Forschungszyklen werden immer kürzer, die internationale Konkurrenz – ich sage nur USA, China – wird immer stärker, und wir müssen schauen, dass wir da auch in Europa dranbleiben. Wir sind im European Scoreboard von Platz fünf auf Platz acht heruntergerutscht und auch im World-Competitiveness-Ranking sind wir von Platz 16 auf Platz 29 heruntergerutscht. Das muss uns zu denken geben. 

Deswegen ist es wichtig, auch einen Fokus darauf zu haben, nicht mit veralteten Strukturen neue Antworten finden zu wollen, denn das wird nicht funktionieren. Wir brauchen Rahmenbedingungen, die attraktiv sind. Das beginnt bei den Hochschulen: Wir hatten heute ein überparteiliches Forschungsfrühstück, und da ist natürlich sehr klar geworden, dass wir eine sehr kleinteilige Hochschullandschaft mit zahlreichen Doppel- und Mehrfachangeboten haben. Wir brauchen einen Fokus, das hat die Expertin, die eingeladen war, auch gesagt. Forschung und Wissenschaft sollten nicht den Fokus auf Regionalität haben, sondern auf Exzellenz, darum geht es in Wissenschaft und Forschung. (Beifall bei den NEOS.)

Wir haben heute auch diskutiert, wo denn eigentlich die Stärken Österreichs in diesem Bereich sind. Das ist in der Grundlagenforschung, das sind die Quantentechnologie, Lifesciences, die grüne Technologie, um nur ein paar zu nennen. Es wurde heute aber auch klar, wo es hapert. Das wissen wir natürlich schon sehr lange, und da muss man mehr tun, als bis jetzt passiert ist. Wir haben Probleme in der Kommerzialisierung von Forschung, also in der Skalierung. Es gehen ganz viele Start-ups ins Ausland, weil das Scaling in Österreich nicht leicht ist. Warum nicht? – Weil Risikokapital schwer zu finden ist. Wir NEOS setzen uns in dieser Bundesregierung weiterhin sehr, sehr stark dafür ein, dass endlich ein besserer Zugang zu Venture-Capital ermöglicht wird. (Beifall bei den NEOS und bei Abgeordneten der ÖVP.)

18.19

Präsident Peter Haubner: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Elisabeth Götze. – Ich stelle Ihre Redezeit auf 4 Minuten ein, Frau Abgeordnete.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.