RN/117

18.23

Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung Eva-Maria Holzleitner, BSc: Vielen Herzlichen Dank, Herr Präsident! Werte Abgeordnete! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Die Warnung vor Hitzetagen im Sommer, die Information zur Luftqualität und Schadstoffbelastung als Maß für die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit – leicht verfügbar auf einen Blick für uns alle am Smartphone –, die Vorhersage von Dürreperioden und somit auch von Situationen mit starker Auswirkung auf die Landwirtschaft, unmittelbare, genaue Auskunft für Bäuerinnen und Bauern, die Warnung vor Unwettern und damit von Gefahren wie Hangrutschungen oder Hochwassern: All das liefert die Geosphere jeden Tag, und zwar für uns alle, und mit dieser Gesetzesnovelle kann sie ihre Arbeit noch präziser, noch besser, noch wirksamer gestalten, denn Vorbereitung, Resilienz, Krisenfestigkeit, das ist in Zeiten des Klimawandels wichtiger denn je. 

Als nationaler geologischer, geophysikalischer, klimatologischer und meteorologischer Dienst leistet die Geosphere Austria einen wichtigen Beitrag zum wissensbasierten Umgang mit dem Klimawandel und dessen Folgen. Durch außergewöhnliche Wetterereignisse und Extremwetterlagen, die wir auch alle in den letzten Jahren deutlich gespürt haben, wird die Arbeit der Geosphere für uns alle wichtiger denn je. 

Die Geosphere Austria hilft eben genau, Gefahren wie Dürre, Unwetter, Hochwasser oder Hangrutschungen frühzeitig zu erkennen und ihre Auswirkungen auch so gut wie möglich einzuschätzen. Erdbeben werden rasch analysiert und erfasst; damit trägt sie dazu bei, Risiken zu reduzieren und Schäden zu verringern. Sie liefert Grundlagen für eine sichere Energieversorgung, für den Schutz unserer Wasser- und Rohstoffvorräte und für den Umstieg auf erneuerbare Energien. 

Wir haben deswegen in der vorliegenden Novelle des GeoSphere Austria-Gesetzes neben den notwendigen legistischen Anpassungen im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des Informationsfreiheitsgesetzes, den organisatorischen Anpassungen, die sich eben seit der Novelle 2022 beziehungsweise 2023 aus der Praxis ergeben haben, auch die gesetzliche Verpflichtung zur Führung einer Schadensdatenbank vorgesehen. Damit können wir österreichweit einheitlich, standardisiert und vergleichbar erfassen, dokumentieren und auswerten, was bei Naturereignissen tatsächlich passiert sowie deren Schäden und Folgen. 

Gerade nach diesem Sommer ist das insbesondere in einem Land wie Österreich, wo die Landwirtschaft eine wesentliche Rolle spielt, tatsächlich etwas Relevantes; Abgeordnete Götze hat völlig zu Recht auch die Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr im Tullnerfeld vor zwei Jahren angesprochen. Auf all das müssen wir uns in den kommenden Jahren vorbereiten. Durch die Einführung der Schadensdatenbank können wir das besser, passgenauer, treffgenauer; und vor allem ist das in Zeiten, in denen Resilienz immer wichtiger wird, eine Novelle, die tatsächlich eine Änderung ermöglicht. 

Katastrophenvorsorge, Katastrophenrisikobewertung und Risikomanagementplanung, die Evaluierung von Präventionsmaßnahmen: All das ermöglicht noch bessere wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich. Auch Folgendes wurde schon erwähnt: Österreich hat da einen Datenschatz, der mittlerweile knapp 200 Jahre umfasst. Die Geosphere Austria ist auch international für ihre Daten bekannt und ist da international wirklich nicht nur höchst angesehen, sondern bietet umfassende und bestmögliche Forschung. 

An dieser Stelle möchte ich mich deswegen auch bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geosphere Austria sehr herzlich bedanken. Sie versorgen uns alle tagtäglich mit den wichtigsten Informationen zu Wetter, zu Umwelt und Co (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen), unkompliziert und hochqualitativ – und das jederzeit verfügbar. 

Eines soll an dieser Stelle auch gesagt werden: Damit ermöglicht die Geosphere Austria die wissenschaftliche Basis für sauberes Trinkwasser, für sicheres Bauen, für wirksamen Klimaschutz, und sie bewahrt unser geowissenschaftliches Gedächtnis für Forschung, für Bildung und, ja, auch für kluge Entscheidungen. – Vielen herzlichen Dank. (Beifall bei SPÖ, ÖVP und Grünen.)

18.28

Präsident Peter Haubner: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Heinrich Himmer. Freiwillige Redezeitbeschränkung: 3 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.