RN/118

18.28

Abgeordneter Mag. Heinrich Himmer (SPÖ): Herzlichen Dank, Herr Präsident! Geschätzte Frau Ministerin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Gute Wissenschaft braucht verlässliche Daten und gute politische Entscheidungen brauchen fundierte wissenschaftliche Grundlagen. 

Zu Beginn möchte ich gerne auf die Erstrednerin der FPÖ, Frau Kollegin Pracher-Hilander, eingehen. Sie meinen, dass die Frauenquote und Qualifikation sich ausschließen würden. Da sind wir ganz gegensätzlicher Meinung, sehr geehrte Frau Kollegin (Beifall bei der SPÖ), denn Frauen sind mindestens so qualifiziert, und wenn Sie das nicht so sehen, dann – finde ich – schließt sich das aus. Und wenn Sie auch meinen, dass schöne Politik falsche Politik ist, dann möchte ich Ihnen auch dazu sagen: Politik von Hetze und Hass ist keine, die wir teilen. (Beifall bei der SPÖ.)

Daher bin ich sehr dankbar dafür, dass wir heute hier mit einer großen Mehrheit (Zwischenruf des Abg. Steiner [FPÖ]), die offensichtlich an die Wissenschaft glaubt - - Herr Kollege Steiner, Sie können sich auch noch zu Wort melden. (Abg. Steiner [FPÖ]: Nein, ich habe nur gesagt, du sollst das Mikro ...!) Sie als Freiheitliche Partei haben ja selbst (Abg. Steiner [FPÖ]: Kannst du einmal das Mikro ...?) den Klimaleugner James Taylor vom Heartland Institute nach Wien eingeladen, um dort zu beweisen, dass es keine Klimaveränderungen gibt und dass man nichts dagegen tun kann. (Neuerlicher Zwischenruf des Abg. Steiner [FPÖ].)

Wir sind im Gegenteil dazu davon überzeugt, dass man mit einer gemeinsamen Datenbank, die zentral die Schäden erfasst, auch sicherstellt, dass man daraus lernt, wenn Schäden entstehen – und dass diese entstehen, das können vermutlich selbst Sie von der Freiheitlichen Partei nicht leugnen, dafür brauchen Sie nur die Bilder der letzten Wochen und Monate anzusehen. (Abg. Deimek [FPÖ]: ... Mikro ...!) Das ist nicht nur eine Frage von gemeinsamen Anstrengungen – und dafür gilt es natürlich allen Danke zu sagen, sowohl bei Geosphere, so wie das die Frau Bundesministerin gemacht hat, als auch allen, die Schäden bekämpfen, die daran arbeiten, entweder in den Einsatzorganisationen oder die Menschen selbst, in vielen, vielen Stunden diese Schäden zu beseitigen –, sondern auch dessen, gut darauf vorbereitet zu sein. 

Daher ist diese gemeinsame Schadensdatenbank bei Geosphere ein wesentlicher Beitrag dazu, dass wir Wissenschaft nutzen, um sie direkt den Menschen zugutekommen zu lassen. Das ist das, wofür die Frau Ministerin einsteht, und das ist das, wofür die Sozialdemokratie einsteht, nämlich Wissenschaft für die Menschen nutzbar zu machen. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für uns alle, um vor allem unsere Zukunft auch gut zu bewältigen. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

18.31

Präsident Peter Haubner: Als Nächster zu Wort gemeldet ist Herr Abgeordneter Rudolf Taschner, mit einer freiwilligen Redezeitbeschränkung von 4 Minuten. – Bitte, Herr Abgeordneter.

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.