RN/31
11.25
Abgeordnete Petra Tanzler (SPÖ): Vielen Dank, Herr Präsident! Sehr geehrter Herr Minister! Werte Kolleginnen und Kollegen! Werte Zuseherinnen und Zuseher! Vorab möchte ich die 1. Klasse der Handelsakademie Eisenstadt bei uns hier im Hohen Haus begrüßen. Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)
Es ist über diese Regierungsvorlage, über diese Novelle, heute wirklich schon sehr viel gesagt worden. Ich möchte mich in weiten Teilen dem anschließen, dass die verstärkte Deutschförderung, die jetzt beschlossen wird, notwendig und wichtig ist. Ich habe mich in den vergangenen Jahren sehr für Änderungen in diesem Bereich eingesetzt, und daher freut es mich besonders, dass wir viele Forderungen und Vorschläge, die von unserer Seite gekommen sind, umsetzen können und auch endlich ein großer Schritt in eine positive Richtung gemacht wird.
Künftig können Schulen also mit einem Konzept die Organisation der Deutschförderung autonom gestalten: im Hinblick auf Gruppengröße, Kontingent der Stunden und auch Zusammensetzung der Gruppe, je nachdem, wie es für den Standort und die Rahmenbedingungen passt.
Wir haben heute auch schon viel Kritik dazu gehört, aber ich muss sagen, auch vor den Deutschförderklassen, bevor es diese gab, und den Mika-D-Tests waren Pädagoginnen und Pädagogen in den Schulen in der Lage, die Kinder individuell zu fördern. (Beifall bei der SPÖ.) Diese Kompetenz können sie auch jetzt wieder optimal einsetzen.
Eine weitere Entlastung ist die Reduzierung der verpflichtenden Mika-D-Testungen auf nur eine am Ende des Schuljahres. Das ist mit Sicherheit eine Entlastung des Personals. Freiwillige Testungen können weiterhin durchgeführt werden, wenn es eine Aussicht auf eine Verbesserung der Leistung gibt.
Auch die Regelungen zum Aufstieg und zur Aufnahme in die nächsthöhere Schulstufe werden erweitert. Das war lange eine Forderung von uns, denn Kinder mit einem A.-o.-Status haben viele, viele Jahre Laufbahnverluste erlitten, die sie nie wieder aufholen konnten, und so haben sie trotzdem eine Chance, weiterzukommen.
Die Kinder – das haben wir heute auch schon gehört – mit ungenügenden Deutschkenntnissen müssen ab Sommer 2026 verpflichtend die Sommerschule besuchen. Das befürworten wir natürlich auch.
Das Ziel aller dieser Maßnahmen im Kontext ist eben die Vermeidung von Laufbahnverlusten, wie ich schon angemerkt habe, beziehungsweise auch, Chancen zu ermöglichen, die Schullaufbahn zu verbessern.
Was ich neben anderen wichtigen Änderungen in der Regierungsvorlage noch wichtig finde, ist, dass im Rahmen der Lehramtsausbildung die Studierenden während des Praktikums mehr Kenntnisse erwerben können, was die pädagogischen, organisatorischen und administrativen Aufgaben einer Lehrperson betrifft. In unserer – unter Anführungszeichen – „alten“ Ausbildung in den früheren pädagogischen Akademien war dies inkludiert, es ist aber im Laufe der Zeit durch Änderungen irgendwie verloren gegangen, und es ist wirklich wichtig, gut vorbereitet zu sein, um sich voll und ganz auf die Schülerinnen und Schüler konzentrieren zu können.
In Summe und abschließend gesagt setzen wir heute in mehreren Bereichen einen ersten großen Schritt in eine positive Richtung, und ich freue mich schon auf weitere Änderungen, die höchst notwendig sind. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
11.29
Präsident Peter Haubner: Zu Wort ist dazu niemand mehr gemeldet. Die Debatte ist geschlossen.
Wünscht die Frau Berichterstatterin ein Schlusswort? – Das ist nicht der Fall.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.