RN/204
23.37
Abgeordneter Mag. Christoph Pramhofer (NEOS): Vielen Dank, Herr Präsident! Geschätzte Frau Staatssekretärin! Sehr geehrte Zuseher:innen hier im Saal und zu Hause! Ja, zu meinem Kollegen Steiner: Das ist immer sehr speziell. Das war jetzt viel Ton, aber wenig Inhalt. Ich glaube, wir können die Debatte wieder ein bisschen versachlichen. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Oberrauner [SPÖ]. – Zwischenruf des Abg. Steiner [FPÖ].)
So ein Bericht ist halt immer auch ein Rückblick und eine Art Zeugnisverteilung für die Politik, die in der Vergangenheit geschehen ist. Ich möchte einen Punkt aus diesem Bericht ganz besonders herausgreifen: Das ist die Masernimpfung, die im Bericht erwähnt ist. Wenn man sich anschaut, dass die Durchimpfungsrate bei den Vierjährigen von 2021 auf 2023 auf 81 Prozent zurückgegangen ist, dann kann man das jetzt einfach hinnehmen oder man kann auch sehen: Das ist ein Ergebnis der Debatte der letzten Jahre, nämlich dieser impfkritischen Debatte, die dann tatsächlich auch zu einer niedrigeren Durchimpfungsrate bei Masern führt. Und das ist nicht einfach nur eine Zahl. (Zwischenruf des Abg. Wurm [FPÖ].) Da geht es darum, dass die Infektionszahlen dramatisch gestiegen sind, und da geht es um Todesfälle bei kleinen Kindern, die Sie aufgrund Ihrer unfassbaren Polemik, die Sie beim Thema Impfen an den Tag legen, mitzuverantworten haben. (Beifall bei den NEOS, bei Abgeordneten der SPÖ sowie des Abg. Schwarz [Grüne]. – Zwischenrufe bei der FPÖ.)
Ich möchte aber auch auf andere Punkte eingehen, weil es ja bei dem Bericht auch sehr stark um das Thema Patientensteuerung geht. (Abg. Steiner [FPÖ]: Was sagt denn der Loacker dazu? Was sagt der Loacker dazu?) Das beste Gesundheitssystem ist das, das effizient ist. (Abg. Silvan [SPÖ]: ... mit dem Loacker?!) Wir haben eine begrenzte Anzahl an Geld in diesem System, und das müssen wir so ausgeben, dass es auch beim Patienten ankommt. (Zwischenruf des Abg. Steiner [FPÖ].) – Sie können dann gerne nochmal rauskommen, ich glaube, Sie sind nachher eh noch einmal gemeldet.
Wichtig ist, dass wir das Geld effizient ausgeben. Dazu brauchen wir eine Patientensteuerung und genau auf diese gehen wir in diesem Bericht ein, nämlich digital vor niedergelassen vor ambulant.
Ich möchte auf eine sehr positive Nachricht aus dem Bericht eingehen, nämlich auf die Nutzung von 1450: Wir haben im Jahr 2023 2 885 Anrufe mit Gesundheitsberatung pro 100 000 Einwohner gehabt. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von 17,7 Prozent. Was ich da aber dazusagen muss: Das ist sehr unterschiedlich je nach Bundesland. In Vorarlberg oder Wien beispielsweise, wo das 1450-System sehr gut ausgebaut ist, haben wir 5 000 Anrufe pro 100 000 Einwohner, in Kärnten nur 1 000. Da zeigt sich auch, dass man mit einer Gesundheitspolitik, die in den Reformmodus geht und sich auch diese föderalen Strukturen anschaut, sehr viel besser machen kann. Wir können da sehr, sehr viel effizienter werden. – Das sind die Dinge, die wir aus diesem Report mitnehmen können.
Eines zeigt sich in Summe, wenn man den gesamten Bericht, alle Punkte anschaut – egal ob es um die Impfung geht, ob es um die Prävention oder auch um die Ernährung geht –: Es kommt immer darauf an, dass wir die Gesundheitskompetenz stärken müssen. Das ist auch ein Thema, das wir für die Bildung mitnehmen. – Vielen Dank. (Beifall bei den NEOS.)
23.41
Präsident Peter Haubner: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Irene Eisenhut. – Ich stelle Ihre Redezeit auf 3 Minuten ein, Frau Abgeordnete.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.