RN/240

1.39

Abgeordnete Mag. Elke Hanel-Torsch (SPÖ): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Frau Präsidentin des Rechnungshofes! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Der heute zur Diskussion stehende Einkommensbericht des Rechnungshofes zeigt, dass wir auch im staatsnahen Bereich grobe Schwierigkeiten haben, eine echte Gleichstellung von Männern und Frauen durchzusetzen, was die Karrierechancen und die Einkommen betrifft. 

Es ist mir aber auch wichtig, zu betonen, dass es einen Unterschied macht, ob die Sozialdemokratie regiert oder nicht. Dort, wo die SPÖ die Hauptverantwortung trägt, gibt es flächendeckend ganztägige Kinderbetreuungsangebote, mehr Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Bereich, geringere Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen – die geringsten nämlich in Wien und die zweitgeringsten im Burgenland. (Beifall bei der SPÖ.)

Liebe Kolleginnen und Kollegen, das ist heute meine letzte Rede hier im Nationalrat, und ich möchte sie nutzen, um mich zu bedanken – allen voran bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Hohen Haus und bei den Mitarbeiter:innen des sozialdemokratischen Parlamentsklubs, weil sie mit ihrem Einsatz einen wichtigen Beitrag für die Demokratie leisten. Sie unterstützen uns Abgeordnete mit ihrem Wissen, sie stellen uns die Unterlagen zur Verfügung und bereiten uns gut auf die Ausschüsse und die Sitzungen hier vor. 

Mein ganz besonderer Dank gilt dir, lieber Christian Götz. Danke für die Zusammenarbeit, für die Unterstützung im Bereich Wohnen. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.) Du bist einfach großartig – als Mitarbeiter und als Mensch. Vielen, vielen Dank, lieber Christian. 

Ich möchte mich auch bei Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, bedanken, weil ich es immer sehr geschätzt habe, das Gespräch mit den anderen Fraktionen zu führen, weil man so einen guten Überblick bekommt. Ich möchte wirklich sagen: Es gibt immer Vorurteile über Politikerinnen und Politiker: Sie seien abgehoben et cetera – aber das trifft auf Sie alle nicht zu. Im Gegenteil, ich habe Sie – die meisten von Ihnen – nämlich als bodenständig, geradeheraus und ehrlich im Einsatz für die Interessen Ihrer Wählerinnen und Wähler kennengelernt. (Beifall bei der SPÖ sowie bei Abgeordneten von ÖVP und Grünen.)

Auch bei der Bundesregierung möchte ich mich bedanken, weil sie zeigt, was alles möglich ist, wenn man zusammenarbeitet und sich für die Menschen einsetzt. Ich glaube, da sind große Dinge gelungen. Gerade im Bereich des Wohnens haben wir einiges zustande gebracht, um das Leben für die Mieterinnen und Mieter wieder leistbar zu machen – und ich glaube, daran sollte man auch in Zukunft weiterarbeiten. Es sind kleine Schritte, es sind die richtigen Schritte, und die Leute spüren das schön langsam und es herrscht wieder eine Aufbruchstimmung in unserem Land. (Beifall bei der SPÖ und bei Abgeordneten der ÖVP.)

Ich möchte sagen, für mich persönlich war es eine große Ehre, hier im Parlament, dem Herzen der österreichischen Demokratie, als Abgeordnete tätig sein zu dürfen. Es gibt nämlich keinen anderen Platz in unserer Republik, in dem die Bedeutung der Demokratie stärker zu spüren ist als hier. Es gibt aber auch keinen anderen Platz in diesem Land, an dem man die Verletzlichkeit der Demokratie stärker spürt als hier. Mitbestimmung, Chancengerechtigkeit, Teilhabe, Kontrolle der Regierenden: All das findet sich in den Verhandlungsgegenständen hier bei uns im Hohen Haus wieder – und es sind die Grundlagen für unsere Demokratie. Die Vielfalt und Ideen der Meinungen dürfen wir nicht als Bedrohung sehen, sondern wir sollten sie alle gemeinsam als Stärke empfinden. Es ist nämlich viel leichter, immer nach dem starken Mann zu rufen, der alles bestimmt, als Unterschiedlichkeiten auszuhalten – aber, liebe Kolleginnen und Kollegen, es sind gerade die Unterschiede, die uns dazu bringen, uns selbst zu hinterfragen, weiterzudenken und zu besseren Lösungen zu kommen.

Abschließend noch einmal ein wirklich großes Danke an Sie alle für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr und für die vielen guten Gespräche. Ich hoffe, wir werden auch weiterhin Kontakt halten. Ich wünsche Ihnen alles Gute für die weitere Arbeit und einen schönen Morgen noch heute. Alles Gute von mir und wie gesagt: Ich freue mich, wenn wir uns auch weiterhin sehen und im Austausch bleiben. (Beifall bei SPÖ, ÖVP, NEOS und Grünen.)

1.43

Präsidentin Doris Bures: Frau Abgeordnete Hanel-Torsch, ich bedanke mich auch bei Ihnen für Ihre vielfältige und wertvolle Tätigkeit hier im Nationalrat. Behalten Sie uns in guter Erinnerung – und wir wünschen Ihnen für Ihre neue Aufgabe alles erdenklich Gute! (Beifall bei SPÖ, ÖVP, NEOS und Grünen sowie des Abg. Martin Graf [FPÖ]. – Abg. Hanel-Torsch [SPÖ]: Danke schön!)

Nun gelangt Herr Abgeordneter Jakob Grüner zu Wort.

 

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.