18.21
Abgeordneter Mag. Manfred Sams (SPÖ): Danke, Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Bundesminister! Herr Bundesminister! Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer! Werte Kolleginnen und Kollegen! Mit der vorliegenden Regierungsvorlage setzen wir die Women-on-Boards-Richtlinie um, die ein klares Ziel hat: mehr Chancengleichheit von Frauen und Männern und eine ausgewogene Vertretung in Führungspositionen. Künftig müssen Aufsichtsräte börsennotierter Gesellschaften zumindest zu 40 Prozent aus Frauen und zumindest zu 40 Prozent aus Männern bestehen. Zusätzlich erhalten Aufsichtsräte zumindest die Möglichkeit, Zielvorgaben für die Vorstände festzulegen, auch wenn wir uns mehr erhofft hätten, um diese Ausgewogenheit auch auf oberster Führungsebene zu erreichen. Eine Besetzung von Aufsichtsräten entgegen dieser Quote ist nichtig. Die entsprechenden Plätze bleiben unbesetzt, der sogenannte leere Stuhl.
Meine Damen und Herren! Ich möchte heute einen Punkt ganz bewusst ansprechen. Auch ich als Mann sage klar, diese Regelung ist richtig und notwendig. Warum? – Weil echte Gleichstellung im Jahr 2026 keine Frage des Ob, sondern eine Frage des Warum-noch-nicht ist. Es geht hier nicht um ein Gegeneinander, sondern es geht um faire Spielregeln. Auch für uns Männer heißt das (Abg. Schartel [FPÖ]: In den eigenen Reihen ...!), weg von alten Seilschaften hin zu Transparenz und Leistung. Und das ist gut so und das ist im Interesse aller.
Wenn Führungspositionen ausgewogener besetzt sind, kommen mehr Perspektiven zusammen, und das führt zu besseren Entscheidungen. Das ist vielfach belegt. Das stärkt Unternehmen, und in weiterer Folge stärkt das unsere gesamte Gesellschaft. Genau darum geht es heute: um Chancengleichheit, um Transparenz und um klare, nachvollziehbare Auswahlverfahren. Meine Damen und Herren! Diese Regelung ist ein wichtiger Schritt – ein Schritt zu mehr Ausgewogenheit und damit zu besseren Entscheidungen. Und davon profitieren Unternehmen und Gesellschaft gleichermaßen, denn eines ist klar: Fairness und Gleichstellung sind keine Frage des Geschlechts, sondern eine Frage der Haltung. – Vielen Dank. (Beifall bei der SPÖ. – Zwischenruf der Abg. Schartel [FPÖ].)
18.24
Präsident Peter Haubner: Als Nächste zu Wort gemeldet ist Frau Abgeordnete Nicole Sunitsch. – Ich stelle Ihre Redezeit auf 3 Minuten ein, Frau Abgeordnete.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.