RN/51

13.06

Abgeordnete Dr. Gudrun Kugler (ÖVP): Sehr geehrte Frau Präsidentin! Frau Minister! Herr Staatssekretär! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte zuerst einmal im Namen meines Kollegen Lukas Brandweiner eine Besuchergruppe des Gymnasiums Zwettl hier im Hohen Haus ganz herzlich begrüßen. – Herzlich willkommen! (Allgemeiner Beifall.)

Ich darf ganz kurz ein paar Worte zu unserem Entschließungsantrag zum Thema Unterbindung von weiblicher Genitalverstümmelung sagen: Wir haben heute schon einiges über die Folgen weiblicher Genitalverstümmelung gehört, und ich möchte Kollegin Auer ganz herzlich für ihre Ausführungen danken. Was wir noch nicht so genau gehört haben, sind die Zahlen – weltweit, aber auch in Österreich. Weltweit wird weibliche Genitalverstümmelung in 94 Ländern dokumentiert – betroffen, so schätzt man, sind 230 Millionen Frauen. Und: Man verzeichnet einen Anstieg von 30 Millionen in den letzten zehn Jahren – das Problem besteht leider nach wie vor und wird anscheinend auch noch schlimmer. 

Was heißt das für Österreich? – Man schätzt, dass 11 000 Frauen in Österreich betroffen sind und dass weitere 3 000 derzeit in Gefahr sind, verstümmelt zu werden. Die Folgen wurden schon genannt. 

Der Nationale Aktionsplan enthält Maßnahmen, Vorschläge, und heute beschließen wir in einem eigenen Antrag eine ganze Liste von Maßnahmen, die hoffentlich ein Schritt sind, diese Problematik einzudämmen. Es ist ein erster Schritt, es ist sicher nicht der letzte. Frau Kollegin Ecker hat anfangs gesagt: Ja, das ist eh verboten. – Ja eh, und das ist auch gut so; aber nun geht es darum, gute Schritte zu setzen, um diesem Problem Herr zu werden. Jetzt haben wir einen Entschließungsantrag, ich freue mich sehr, dass die Freiheitlichen auch mitstimmen. – Aber, Frau Kollegin Ecker, wenn du weitere Ideen und Vorschläge hast, dann freue ich mich, wenn wir uns alle zusammensetzen und im Einvernehmen an diesem Thema weiterarbeiten. 

Als Verfasserin dieses Entschließungsantrages freue ich mich sehr, dass wir einen so breiten, jetzt einstimmigen Konsens gefunden haben. Ich möchte allen Kolleginnen und Kollegen für die gute Zusammenarbeit ganz herzlich danken. Hoffen wir, dass wir in Österreich allen betroffenen Frauen mit diesen und weiteren Maßnahmen richtig helfen können. – Vielen Dank. (Beifall bei der ÖVP und bei Abgeordneten der SPÖ.) 

13.08

Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Johannes Gasser

Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.