RN/156
19.37
Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus Mag. Elisabeth Zehetner: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Zuseherinnen und Zuseher! Zuallererst muss ich einmal sagen: Ja, es ist richtig: Die Besten stehen bei einer Weltmeisterschaft am Feld, und ich behaupte, der österreichische Tourismus gehört zu den Besten. Wir haben letztes Jahr ein All-time-High bei den Nächtigungen von über 157 Millionen gehabt. Das war in einer wirtschaftlich äußerst schwierigen Zeit ein Plus von 1,9 Prozent bei den Nächtigungen, und um ein zweites Beispiel zu nennen: 101 Michelin-Sterne für Österreich. Wir haben damit den Gourmettempel Frankreich pro Einwohnerzahl überholt. Das ist, glaube ich, ein ganz klares Zeichen und zeigt: Ja, wir sind im Tourismus Weltmeister. (Beifall bei ÖVP und NEOS.)
Das Schöne am Tourismus, das Großartige am Tourismus und der Freizeitwirtschaft ist: Der Tourismus zieht in den Regionen ganz viele andere Branchen mit – die Landwirtschaft, die Bäcker, genauso die Tischler, andere Gewerbe und das Handwerk, den Bau, den Handel – und sorgt für alle für Wertschöpfung in den Regionen.
Ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen Abgeordneten aus diesem Haus, speziell bei jenen aus dem Tourismusausschuss, die sich bei den Workshops der Vision T aktiv beteiligt haben. Die Freiheitlichen habe ich dort leider nicht gesehen. Das ist schade, denn dann hättet ihr gewusst, was dort alles passiert (Zwischenruf bei der FPÖ) und wie viele Maßnahmen dahinter stecken werden, damit wir es wirklich auf den Weg bringen. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Aber sei es wie es sei, heute geht es eigentlich um einen ganz wichtigen Punkt: Wir im Tourismus arbeiten nämlich nach dem Anpackerprinzip. Es ist relativ einfach: Wir erkennen ein Problem und lösen es. Wenn das Problem ist, dass wir sechs Wochen Fußball-WM haben, dann wollen wir das Public Viewing möglich machen und dieses große Ereignis nicht nur für die Menschen und für unsere Nationalmannschaft zu einem Fest machen, sondern zu einem Fest für unsere Bevölkerung.
Wenn gemeinsam gejubelt und mitgefiebert wird, dann profitieren auch unsere heimischen Betriebe. Und beim Public Viewing – manche haben es schon vor mir gesagt – geht es um mehr als nur ums Fußballschauen: Man trifft sich, man tauscht sich aus und man fiebert gemeinsam mit und erlebt Gemeinschaft. Gleichzeitig können unsere Gastronomie und der Tourismus daraus eine konkrete wirtschaftliche Chance entwickeln – eine Chance für ihre Betriebe, aber Wertschöpfung für ganz Österreich: zusätzliche Gäste, zusätzlich höherer Umsatz und die Möglichkeit, von dieser internationalen Aufmerksamkeit zu profitieren. Das stärkt auch die Attraktivität unseres Standortes.
Damit diese Chance bestmöglich genutzt werden kann, ändern wir die Gewerbeordnung so, dass es die passenden Rahmenbedingungen gibt. Statt wie bisher vier gibt es diese Ausnahme für die Public-Viewing-Veranstaltungen in Zukunft sechs Wochen für eine Fußball-WM, die heuer fünfeinhalb Wochen dauert und sich auch in Zukunft wahrscheinlich in dieser Länge abspielen wird. Damit haben die Betriebe die nötige Flexibilität, wir schaffen aber auch ganz klar die Rechtssicherheit und die Planungssicherheit für unsere Unternehmen und sorgen dafür, dass von der ersten bis zur letzten Partie gemeinsam mitgefiebert werden kann. Somit kann ich sagen: Der heutige Beschluss ist ein klares Tor und ein klarer Sieg für Österreich. (Beifall bei Abgeordneten von ÖVP und NEOS.)
19.41
Präsidentin Doris Bures: Nun ist Herr Abgeordneter Michael Fürtbauer zu Wort gemeldet.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.