RN/164
19.57
Abgeordnete Irene Neumann-Hartberger (ÖVP): Vielen Dank, Frau Präsidentin! Werte Kolleginnen und Kollegen! Der Sammelbericht, den wir heute aus dem Ausschuss für Petitionen und Bürgerinitiativen zur Kenntnis nehmen, beinhaltet auch die Bürgerinitiative Nummer 14: „Initiative Raumluft für hygienisch unbedenkliche Raumluft in Österreichs Bildungseinrichtungen“.
Ich bedanke mich sehr herzlich für diese Bürgerinitiative zur Luftqualität in Schulen und Kindergärten, der Antrag zeigt nämlich klar, wie wichtig dieses Thema auch ist, gerade dort, wo unsere Kinder täglich viele Stunden verbringen. Bildungsorte müssen nicht nur Orte des Lernens sein, sondern auch Orte, die Gesundheit sichern und Entwicklungen ermöglichen. Gute Raumluft ist dafür eine zentrale Voraussetzung. Sie beeinflusst unmittelbar die Konzentration im Unterricht und hat gleichzeitig langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit.
Fachlich ist die Lage ziemlich eindeutig: Ein Wert von unter 1 000 ppm – Parts per Million –, also 0,1 Prozent an CO2-Gehalt in der Luft gilt als Zielwert für eine gute Luftgüte oder Luftqualität (Zwischenruf des Abg. Darmann [FPÖ]), und ab 1 500 ppm dieses Werts kommt es bereits zu spürbaren Einschränkungen in der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.
Zum Vergleich, damit man sich auch vorstellen kann, was dieser Wert aussagt: Im Freien liegt dieser Wert bei rund 400. In der Richtlinie des Österreichischen Instituts für Schul- und Sportstättenbau ist diese Raumluftthematik geregelter Bestandteil und genau dieser Wert von 1 000 ppm bereits verankert. Das Bildungsministerium wendet diese Richtlinie im Zuge von Neubauten, aber auch von Generalsanierungen verbindlich an, und es wird auf entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung der Raumluftqualität geachtet. (Beifall bei Abgeordneten der ÖVP.)
Gleichzeitig ist aber auch klar, dass eine flächendeckende Umsetzung im Altbestand aufgrund der aktuellen Situation des Budgets nicht überall sofort möglich ist. (Abg. Darmann [FPÖ]: Klingt aber sehr nach KI-Rede! Kann das sein?)
Umso wichtiger ist ein Punkt, der oft unterschätzt wird: Technik alleine reicht nicht aus. Entscheidend ist auch, wie diese Luftgütevorgaben im Alltag vor allem in Altbauten umgesetzt werden. Da kommt nämlich Lehrerinnen und Lehrern eine zentrale Rolle zu: Regelmäßiges und bewusstes Lüften ist eine einfache, aber wirksame Maßnahme, die das Raumklima unmittelbar verbessert und einen direkten Beitrag zur Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler leistet.
Diese Bürgerinitiative trägt dazu bei, dass dieses Thema wieder mehr ins Bewusstsein rückt. – Vielen herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der ÖVP.)
20.00
Präsidentin Doris Bures: Nächster Redner: Herr Abgeordneter Andreas Haitzer.
Die angezeigte Rede ist noch nicht nach § 52 Abs. 2 GOG-NR autorisiert.